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Billigflieger: Ryanair verzeichnet trotz Warnstreiks Gewinn in Millionenhöhe

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat im dritten Geschäftsquartal Millionen Gewinn gemacht. Trotz Warnstreiks und höherer Kosten wuchs die Zahl der Passagiere - und bescherte Europas größtem Billigflieger einen Gewinnzuwachs von zwölf Prozent. 

Eine Ryanair-Maschine im Luftraum des Flughafens Köln/Bonn.

Trotz Warnstreiks konnte Ryanair Gewinne in Millionenhöhe verzeichnen. 

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Europas größter Billigflieger Ryanair konnte im dritten Geschäftsquartal trotz der höheren Kosten aufgrund von Warnstreiks deutliche Gewinne verzeichnen.

Wie das Unternehmen am Montag bei der Vorlage der Quartalszahlen in Dublin mitteilte, stieg der Gewinn um zwölf Prozent auf 106 Millionen Euro.

Zum Gewinnzuwachs trug eine gestiegene Zahl an Passagieren bei, aber auch niedrigere Steuern. Der Umsatz kletterte bis Ende Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Zudem kündigte Ryanair einen Aktienrückkauf in Höhe von 750 Millionen Euro an, der noch im Februar starten soll.

Pilotenstreiks: Ryanair strich Tausende Flüge

Die Iren hatten im Herbst Tausende Flüge gestrichen. Als Grund gab die Fluggesellschaft Fehler beim Erstellen der Dienstpläne an. Die Urlaubszeiten der Piloten seien nicht ausreichend berücksichtigt worden. Und kurz vor Weihnachten konnte Ryanair weitreichende Pilotenstreiks nur knapp abwenden. 25 Maschinen waren vorübergehend am Boden geblieben, weil sich Ryanair mit seinen Piloten zunächst nicht auf eine gewerkschaftliche Vertretung einigen konnte.

Jetzt haben Unternehmen und Piloten sich zumindest für den britischen Teilmarkt geeinigt, der laut Ryanair rund ein Viertel des Geschäfts ausmacht. Unter anderem für die zehn Basen in Deutschland steht eine Einigung mit den Piloten hingegen noch aus.

Die britischen Flugzeugführer bekommen im Ergebnis bis zu 20 Prozent mehr Gehalt. In diesem Jahr fallen deshalb 45 Millionen Euro zusätzlich an Personalkosten an, kündigte Ryanair an.

Zusätzliche Ungewissheit wegen Brexit 

Aber auch der anstehende Brexit sorgt beim Unternehmen für Unsicherheit. So könne der Sommer-Flugplan 2019 nicht erstellt werden, solange die bilateralen Verhandlungen zwischen EU und Großbritannien mit Blick auf die Luftfahrt nicht abgeschlossen seien.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2018 peilen die Iren zwar weiterhin einen Überschuss von 1,40 bis 1,45 Milliarden Euro an, allerdings sei das Ergebnis stark von der Abwesenheit möglicher Streiks und den Osterbuchungen abhängig, hieß es.

she / DPA