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Zustellung nach 18 Uhr: DHL liefert künftig auch abends Pakete aus

Das Produkt ist bestellt, DHL unterwegs. Doch wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt, findet man statt des Pakets oft nur den gelben Benachrichtigungszettel. Das soll sich durch eine verstärkte Abendzustellung nun ändern.

Die DHL liefert künftig auch zu Wunschzeiten abends

Die Mitarbeiter der DHL werden künftig wohl oft bis 21 Uhr ausrücken müssen

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Die Deutsche Post will die Abendzustellung von Paketen bundesweit erweitern. Das heißt konkret, dass Kunden nun mehr Entscheidungsfreiheit haben, wann sie ihre Lieferung erhalten möchten. Demnach werden Paketlieferungen vermehrt zwischen 18 und 21 Uhr geliefert, wenn der Empfänger den Wunschtermin bei der Bestellung angibt. Kooperation besteht unter anderem mit dem Online-Versand Amazon.

Option gilt für jedes Paket

In allen wichtigen Ballungsgebieten Deutschlands können Kunden bis spätestens Ende Juni eine gewünschte Zustellzeit für ein Paket festlegen, wie die "Rheinische Post" berichtete. Als Zuschlag pro Sendung verlangt das Unternehmen 1,99 Euro in der Startphase, später 2,99 Euro.

"Die Kunden legen fest, dass das Paket zwischen 18 und 21 Uhr geliefert werden soll, und dann werden wir uns an diesen Zeitrahmen halten", sagte Achim Dünnwald, für das europäische Paketgeschäft zuständiger Postmanager, der Zeitung.
Das Angebot baut demnach auf einer Kooperation mit Online-Händlern wie Amazon auf. Schon bisher konnten die Käufer demnach bei bestimmten Partnern eine solche Wunschoption auswählen. Dies betraf bislang aber "maximal ein Drittel der ausgelieferten Pakete, weil nicht alle Online-Händler diesen DHL-Service anbieten", sagte Dünnwald. Künftig gelte dies in den verfügbaren Regionen für jedes Paket.

Ausweitung der DHL-Lieferzeiten bundesweit 

Die Post will demnach 14 Millionen der insgesamt 42 Millionen Haushalte mit dem Zustellangebot erfassen - also ein Drittel der Bevölkerung. Einen Gehaltsaufschlag für die späteren Auslieferungen werde es für die Mitarbeiter nicht geben, da "innerhalb der tariflich vereinbarten zuschlagsfreien Arbeitszeiten ausgeliefert wird", sagte Dünnwald.

Das neue Angebot wird es dem Bericht zufolge unter anderem im Ruhrgebiet, in Hamburg, Bremen, Berlin, Hannover, Braunschweig, Bielefeld, Halle, Leipzig, Dresden, Münster, Düsseldorf, Köln, Bonn, Aachen, Frankfurt, Nürnberg, Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart und München geben.

fk / AFP