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"Die Stunde Null" "Ab 2030 nachhaltig" – wie Lego am Stein der Zukunft bastelt

Die Nachfrage nach Lego ist in der Pandemie gestiegen
Die Nachfrage nach Lego ist in der Pandemie gestiegen
© Jens Kalaene / DPA
Lego ist der größte Spielzeughersteller der Welt – und wächst weiter kräftig. Das dänische Unternehmen steht aber vor einer anderen Herausforderung: Nachhaltigkeit. Was Lego für die Kinderzimmer plant, erzählt DACH-Geschäftsführerin Karen Pascha-Gladyshev.

Spielzeughersteller gehörten seit Ausbruch der Pandemie zu den Gewinnern, ihr Geschäft wuchs, weil die Menschen zu Hause waren und spielten. Das hat auch Lego gespürt, der dänische Hersteller wächst sogar schneller als der Markt. "Die Menschen lenken sich durch das physische Spielen auch von der Pandemie ab", sagte Karen Pascha-Gladyshev, DACH-Chefin von Lego, im Podcast "Die Stunde Null"

Natürlich hatte auch Lego mit seinen Lieferketten zu kämpfen, und musste 2020 auch eine Fabrik schließen. Aber das dänische Unternehmen produziert regionaler. "Wir haben eine gut funktionierende Lieferkette mit dezentralen Produktionsstandorten, die nah am Konsumenten sind", sagte Pascha-Gladyshev, die seit 2019 für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig ist. "Für den deutschen Markt kommt die überwältigende Mehrheit unserer Ware aus Dänemark, Ungarn und der Tschechischen Republik." Die Container würden nicht "um die ganze Welt geschickt".

"Es geht um Haltbarkeit, Qualität und Sicherheit."

Lego hatte im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis erzielt, der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43 Prozent auf 23 Milliarden Kronen (3,1 Milliarden Euro). Der Gewinn stieg auf 6,3 Milliarden Kronen – ein Plus von 140 Prozent. Auf dem deutschen Markt laufen besonders gut Lizenzen wie die von Ninjago. "Ninjago ist in Deutschland populär, aber auch Technik war historisch immer eine der beliebtesten Linien", sagte Pascha-Gladyshev. 

Eine große Herausforderung für LEGO ist Nachhaltigkeit. Dieses Jahr wurde ein erster Prototyp aus recycelten PET-Flaschen entwickelt. "Ein wirklicher Etappensieg", sagte Pascha-Gladyshev. Aber es wird noch dauern, bis der Stein in großen Stückzahlen die Kinderzimmer erobert. "Es geht um Haltbarkeit, Qualität und Sicherheit." Bis 2025 sollen auch alle Verpackungen aus Papier bestehen. Das Unternehmen ist allerdings durch CO2-Kompensationen schon klimaneutral.

Hören Sie in der neuen Folge von "Die Stunde Null": 

  • Wie Lego auch mit digitalen Produkten punkten will
  • Welche Reihe das Kinderzimmer von Pascha-Gladyshevs Sohn dominiert
  • Welche Aktion Lego für Kinder zu Weihnachten plant

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