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Erneuerbare Energien Energiewende schreitet voran – Windkraft erstmals wichtigste Stromquelle in Deutschland

Windkraftanlage in Schleswig-Holstein vor einem Sonnenuntergang.
Strom aus Windkraftanlagen machte im Jahr 2020 ein Viertel des gesamten Energiemix aus (Symbolbild)
© Patrick Pleul / DPA
Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte ist mit Windkraft ein erneuerbarer Energieträger die wichtigste Stromquelle in der Bundesrepublik. Insgesamt machten grüne Energien 47 Prozent des Marktanteils aus – ein weiterer Rekordwert.

Die Energiewende schreitet voran. Im Jahr 2020 hat die Windkraft die Kohle als wichtigste Quelle für Energie in Deutschland überholt. Das Statistische Bundesamt bestätigte am Freitag, dass damit erstmals mehr Strom aus Wind erzeugt und ins deutsche Netz eingespeist wurde als aus Kohlekraftwerken. Die saubere Energie aus Windkraftanlagen machte gut ein Viertel (25, 8 Prozent) vom gesamten Energiemix aus. Zusammen erreichten die grünen Kraftstoffe den Rekordanteil von 47 Prozent, nach 42,3 Prozent im Vorjahr. 

Mini-Windkraftwerk

Anteile von Kohle und Kernenergie sinken 

Die Anteile von Kohle (24,8 Prozent) und Kernenergie (12,1 Prozent) gingen zurück, während Gaskraftwerke mit 13,6 Prozent mehr Strom lieferten. Insgesamt war die Stromerzeugung aber rückläufig, weil insbesondere im ersten Corona-Lockdown im Frühjahr die Nachfrage sank. Ins heimische Netz wurden aufs Jahr gesehen 502,6 Milliarden Kilowattstunden eigenproduzierter Strom eingespeist und damit 5,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die exportierte Strommenge sank um 8,0 Prozent, übertraf aber mit 67 Milliarden Kilowattstunden immer noch die Importe, die um 19,7 Prozent auf 40,1 Milliarden Kilowattstunden kletterten.

In der Statistik erfasst werden alle Kraftwerke und Erzeugungsanlagen in Deutschland, die Strom in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen. Nicht enthalten ist Strom, der in Industriekraftwerken erzeugt und direkt in den Industriebetrieben wieder verbraucht wird. Die im Inland erzeugte und ins Netz eingespeiste Strommenge ist auch deshalb nicht gleichzusetzen mit dem Stromverbrauch, da auf dem Weg zu den Verbrauchsstellen sogenannte Netzverluste auftreten sowie das Saldo aus Stromimporten und -exporten berücksichtigt werden muss.

jus dpa

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