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Engel & Völkers: Immobilien-Firma twittert zum Weltfrauentag und bemerkt zu spät, was an diesem Foto nicht stimmt

Der Vorstand der Immobilienmakler-Firma Engel & Völkers wollte einen Beitrag zum Weltfrauentag leisten. Das ging aber nach hinten los: Denn deren Chefetage besteht ausschließlich aus Männern. Auf Twitter gab es anschließend harsche Reaktionen.

Am 8. März wird der Weltfrauentag gefeiert. An diesem Datum soll ein Zeichen für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen gesetzt werden. Zu diesem Anlass beschäftigte sich auch das Immobilienmakler-Unternehmen Engel & Völkers mit dem Thema. Dieses Vorhaben ging allerdings nach hinten los.

Auf ihrer Website veröffentlichte die Firma ein Interview mit dem Vorstand – bestehend aus fünf Männern. Unter der Überschrift "Gedanken zum 8. März: Welche Frauen die Engel & Völkers-Vorstandsmitglieder beeindrucken" erzählte die Unternehmensführung, welche Frauen sie geprägt haben. CEO und Firmengründer Christian Völkers nannte zum Beispiel neben der ehemaligen Yahoo-Chefin Marissa Meyer, seine Mutter. Ein anderes Vorstandsmitglied drückte seine Bewunderung für Sophie Scholl, die von den Nazis hingerichtete Widerstandskämpferin, aus.

Engel & Völkers feiert Weltfrauentag – mit rein männlichem Vorstand

In den sozialen Netzwerken stieß die Veröffentlichung auf viel Gegenwind. Nicht wegen der Aussagen, sondern eher wegen des wohl unbeabsichtigten inneren Widerspruchs des Artikels: Denn bei aller Bewunderung für starke Frauen ist der Vorstand rein männlich besetzt. Vor allem auf Twitter gab es viele negative Kommentare. Dort hatte Engel & Völkers den Link zum Artikel mit einem Bild des Vorstands gepostet. Teilweise äußerten sich Prominente, wie der ORF-Moderator Armin Wolf.

Am Tag nach dem verhängnisvollen Tweet, als der Shitstorm bereits über Engel & Völkers niedergegangen war, legten die Immobilienmakler auf Twitter noch einmal nach: sie veröffentlichten ein Interview mit mehreren weiblichen Führungskräften des Unternehmens. Am Mittag entschuldigte sich die Pressestelle des Unternehmens außerdem mit einem Tweet: Der ursprüngliche Beitrag habe sein Ziel verfehlt. Da war der Schaden aber schon angerichtet.

Quellen: Engel & Völkers auf Twitter / Unternehmenswebsite

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epp