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Fernbusanbieter ADAC überlässt der Post das Geschäft


Die ersten Anbieter ziehen sich aus dem umkämpften Fernbusmarkt zurück: Nach der insolventen Firma DeinBus.de gibt auch der ADAC das Geschäft auf. Die Deutsche Post will die Busse nun allein steuern.

Der ADAC zieht sich aus dem umkämpften Markt für Fernbusse zurück und beendet seine Beteiligung an dem ADAC Postbus. Die Deutsche Post AG werde die Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen übernehmen, teilte der ADAC in München mit.

Die Deutsche Post will nach dem Ausstieg des ADAC künftig den Post-Fernbus allein steuern und das Netz ausbauen. Das kündigte Post-Vorstand Jürgen Gerdes in Bonn an. Der Post-Fernbus entwickele sich in einem wachsenden Markt wie geplant und das Unternehmen sei von ihm überzeugt. "Darum werden wir das Netz im nächsten Jahr weiter ausbauen."

Noch im November werde das Gemeinschaftsunternehmen beendet und die Post übernehme die Anteile des ADAC. Für die Kunden ändere sich nichts.

Markt habe sich "preisintensiv" entwickelt

"Nach Einschätzung des ADAC hat sich der liberalisierte Fernbusmarkt in den vergangenen Monaten zwar dynamisch, jedoch auch in zunehmendem Maße wettbewerbs- und preisintensiv entwickelt", erklärte der Automobilclub.

Über den Ausstieg des ADAC war seit Monaten spekuliert worden. Der ADAC und die Deutsche Post hatten seit Ende 2013 zusammen das Geschäft mit den Fernbussen betrieben und damit auch der Deutschen Bahn Konkurrenz gemacht. Der Preiskampf hatte aber zuletzt immer mehr Fernbusgesellschaften unter Druck gesetzt. Die ersten Anbieter sind schon wieder vom Markt verschwunden. Erst am Wochenende war bekanntgeworden, dass das Offenbacher Unternehmen DeinBus.de Insolvenz anmelden muste.

mka/DPA/Reuters DPA Reuters

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