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Charity: Nicht jedem Spendensammler blind vertrauen

In den Tagen kurz vor den Weihnachtsfest erreicht die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ihren Höhepunkt - einen Umstand, den sich unseriöse Abzocker zunutze machen.

Die Verbraucherzentrale Bayern rät zwei Wochen vor Weihnachten zur Vorsicht beim Umgang mit Spendensammlern. In den Tagen vor dem Fest erreiche die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ihren Höhepunkt. "Dabei fällt es manchmal schwer, ernst gemeinte Hilfsbereitschaft von reiner Abzocke zu unterscheiden", warnte die Verbraucherzentrale in München.

Vorher über die Organisation informieren

Wer sicher gehen wolle, dass seine Spende in die richtigen Hände gerät, solle sich vorher informieren. Werbe eine Organisation übermäßig mit der Mitleidsmasche, ist dies für die Verbraucherzentrale ein Hinweis auf mangelnde Seriosität. Auch vor unbekannten Spendensammlern auf der Straße, an der Haustür oder am Telefon wird gewarnt. Ratsam sei, Spenden nicht wahllos zu streuen. Viele kleine Spenden verursachten bei den Organisationen oft einen verhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand.

Spendensiegel bietet Orientierung

"Eine Orientierung im immer größer werdenden Spendenmarkt", so die Verbraucherzentrale, "bietet das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstitutes für soziale Fragen." (Internet: www.dzi.de) Dieses Prädikat erhalten Organisationen, bei denen zu Unabhängigkeit, Überprüfbarkeit und Transparenz nichts zu beanstanden ist. Allerdings könnten gegenwärtig nur humanitär-karitative Organisationen das Siegel beantragen, nicht Umwelt-, Natur- oder Tierschutzorganisationen, so die Verbraucherzentrale in ihrer Mitteilung.

DPA