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Computerbranche: US-Computerwerte stark im Aufwind

Die amerikanische Computer- und Internetindustrie ist weiter auf dem besten Weg, die Dot-Com-Krise hinter sich zu lassen. Intel, Apple, IBM und Yahoo legten saftige Gewinnsteigerungen vor.

Die amerikanische Computer- und Internetindustrie ist weiter auf dem besten Weg, die Dot-Com-Krise hinter sich zu lassen. Intel, Apple, IBM und Yahoo legten glänzende Jahres- und Quartalsbilanzen mit saftigen Gewinnsteigerungen vor. Die Erwartungen der Wall-Street-Analysten wurden zum Teil deutlich übertroffen. Dennoch mussten alle Werte an der Börse Federn lassen, da viele Anleger offenbar noch bessere Ergebnisse erwartet hatten.

Intel steigerte Jahreserlös um 40 Prozent

Der US-Chiphersteller Intel steigerte Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr kräftig. Der Jahreserlös stieg um mehr als 40 Prozent auf 5,64 Milliarden US-Dollar, gegenüber 3,12 Millionen Dollar im Jahr 2002, wie das Unternehmen am Mittwoch im kalifornischen San Jose mitteilte. Der Umsatz kletterte von 26,76 Milliarden Dollar auf 30,14 Milliarden Dollar im abgelaufenen Jahr. Im letzten Quartal konnte das Unternehmen seinen Gewinn mit 2,17 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppeln. "Das Jahr begann mit einem Fragezeichen und endete mit einem Ausrufezeichen", erklärte Intel-Finanzvorstand Andy Bryant.

Auch Apple schnitt besser als erwartet ab

Auch die Quartalszahlen des US-Computerhersteller Apple übertrafen die Erwartungen der Analysten: In den letzten drei Monaten 2003 verbuchte das Unternehmen einen Gewinn von 63 Millionen Dollar; im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde noch ein Verlust von 8 Millionen Dollar verzeichnet. Der Quartalsumsatz stieg um 36 Prozent auf rund 2 Milliarden Dollar. Als Grund wurde unter anderem die starke Nachfrage nach Notebook-Computern und dem „iPod“-Musicplayer im Weihnachtsgeschäft genannt.

IBM übertraf Markterwartungen

Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat im abgelaufenen Quartal Gewinn und Umsatz kräftig gesteigert und damit die Markterwartungen übertroffen. Im abgelaufenen Quartal stieg der Reingewinn auf 2,7 Milliarden Dollar oder 1,55 Dollar je Aktie von einer Milliarde Dollar vor einem Jahr. Der Umsatz erhöhte sich um neun Prozent auf 25,9 Milliarden Dollar.

Yahoo will es ohne Google schaffen

Das Internet-Unternehmen Yahoo meldete einen Anstieg des Nettogewinns um 62 Prozent auf 75 Millionen Dollar im vierten Quartal. Den Umsatz konnte das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien im gleichen Zeitraum auf 664 Millionen Dollar mehr als verdoppeln. Ursache war ein deutlicher Anstieg im Online-Werbegeschäft. Yahoo-Chef Terry Semel kündigte an, die Verbindungen zu den Betreibern der Suchmaschine Google in den nächsten nächsten zweieinhalb Monaten zu beenden. Um die Abhängigkeit von dem Marktführer Google zu verringern, hatte Yahoo im vergangenen Jahr die Suchmaschinen-Firma Inktomi gekauft. Sie soll künftig die Yahoo-Suchmaschine betreiben.

DPA