Gesetzliche Einlagensicherung Kleinanleger sollen besser geschützt werden


Ist auch mein Geld in Gefahr? Diese bange Frage stellen sich angesichts der internationalen Finanzkrise immer häufiger auch Kleinanleger. Koalitionspolitiker wollen die Angst lindern. Sie fordern, die gesetzliche Einlagensicherung bei Bankenpleiten deutlich zu erhöhen.

Politiker der Großen Koalition haben sich für eine höhere gesetzliche Einlagensicherung bei einer Bankenpleite ausgesprochen. "Als Signal an die Kunden sollten wir die gesetzliche Mindestsicherung von 20.000 Euro auf 50.000 Euro erhöhen", sagte der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Michael Meister (CDU) der "Rheinischen Post". Der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Hans-Ulrich Krüger, schlug in der Zeitung sogar eine Erhöhung auf 70.000 Euro pro Kunde und Institut vor.

In Deutschland sind Sparguthaben durch die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung in Höhe von bis zu 20.000 Euro geschützt. Das entspricht dem EU-Mindestbetrag. Für den Rest der Einlagen haften die Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken mit freiwilligen Entschädigungseinrichtungen. Die gesetzlich garantierte Mindestsicherung in anderen EU-Mitgliedsstaaten ist deutlich höher als in Deutschland, in Frankreich etwa beträgt sie 70.000 Euro.

Meister sagte der Zeitung, die freiwillige Einlagensicherung der Privatbanken in Deutschland sei zwar vorbildlich, doch würden durch eine Neuregelung auch Spareinlagen von Kunden bei Banken besser abgesichert, die nicht Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes seien. "Zur Beruhigung der Märkte und als psychologisches Signal an die Kunden wäre das richtig", sagte Krüger. Eine Neuregelung solle aber nicht als Behebung eines Mangels im System, sondern als Verstärkung verstanden werden, betonte der SPD-Politiker. Der freiwillige Einlagensicherungsfonds der Banken funktioniere bisher gut.

AFP AFP

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