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Pharma: Schering mit kräftigem Gewinn

Der Berliner Pharmakonzern Schering hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr deutlich steigern können. Im operativen Geschäft legte das Unternehmen um elf Prozent auf 464 Millionen Euro zu.

Nicht nur im operativen Geschäft legte das Pharma-Unternehmen um elf Prozent auf 464 Millionen Euro zu, auch beim Umsatz gab es mit 5,023 Milliarden Euro einen Rekord. Allerdings macht Schering zunehmend der starke Euro zu schaffen. Vorstandschef Hubertus Erlen versprach auch für die kommenden Jahre kräftiges Wachstum. Dabei setzt Schering vor allem auf den weltweit wichtigsten Pharmamarkt USA.

Trotzdem verlor die Aktie

Trotz der guten Zahlen verlor die Schering-Aktie weiter an Wert. Am Mittag notierte sie mit 34,40 Euro knapp 1,8 Prozent im Minus. Schering gehörte in den vergangenen Monaten zu den größten Verlierern im DAX. Vor einem Jahr war die Aktie noch doppelt so viel wert. Auslöser war die Diskussion um mögliche Gesundheitsschäden von Hormonpräparaten, weshalb Schering in den USA die Zulassung von zwei Produkten vorerst verweigert wurde. Beide Produkte können jetzt frühestens Ende 2004 in den USA auf den Markt kommen.

Starker Euro behindert Exporte

Der Umsatz stieg weltweit um vier Prozent, wobei Schering unter dem starken Euro zu leiden hatte. Ohne Wechselkursschwankungen hätte es ein Plus von zehn Prozent gegeben, sagte Erlen. Wichtigster Umsatzträger blieb Betaferon, ein Mittel zur Behandlung von Multipler Sklerose. Zu den größten Hoffnungsträgern gehört auch die neue Anti- Baby-Pille Yasmin.

Unveränderte Prognose

Die Prognosen für 2003 ließ der Vorstand unverändert. Der Umsatz soll kursbereinigt im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen, der operative Gewinn noch stärker. Im Jahr 2005 will Schering dann bereits sechs Milliarden Euro Umsatz machen, 2007 mindestens sieben Milliarden. Mehr als ein Viertel des Umsatzes soll dann aus den USA kommen. Angesichts der massiven Probleme des Konkurrenten Bayer in Folge des Lipobay-Skandals versicherte Erlen, dass Schering bestens gegen Schadensfälle gesichert sei. «Bei uns gibt es extrem sorgfältige Verfahren, bevor wir ein Produkt an den Markt bringen.» Auch im Anschluss werde die Anwendung genauestens kontrolliert. «Wir können versichern, das all unsere Produkte sauber sind.»

Weiterer Aktienrückkauf

Zugleich kündigte Schering von kommender Woche an den Rückkauf von weiteren 1,7 Millionen Aktien an. 800.000 Aktien hat der Konzern in den vergangenen Wochen bereits wieder zurückgenommen. Auf der bevorstehenden Hauptversammlung im April will sich Schering zudem weitere Rückkauf-Aktionen genehmigen lassen. Auf dem Aktionärstreffen soll auch eine höhere Dividende von 0,93 Euro beschlossen werden.

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