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Sportartikel: Puma erwartet 2004 zweistelliges Wachstum

Der Sportartikelhersteller Puma peilt nach einem Rekordjahr 2003 auch für 2004 ein zweistelliges prozentuales Wachstum bei Umsatz und Gewinn an.

"Wenn man sich den bisherigen Auftragseingang ansieht, werden wir sicher für 2004 ein zweistellig prozentuales Wachstum (bei Umsatz und Konzerngewinn) anstreben", erklärte Firmenchef Jochen Zeitz am Mittwoch. Das kommende Jahr ist für die Sportartikelkonzerne besonders wichtig, weil mit der Fußball-Europameisterschaft in Portugal und den Olympischen Sommerspielen in Athen zwei Großereignisse statt finden.

Vor zehn Jahren noch Krisenkandidat

Der Puma-Chef sagte, das vierte Quartal entwickele sich solide und Puma sei zuversichtlich, gut ins neue Jahr zu starten. "Unser Auftragseingang war sehr solide am Ende des dritten Quartals. Dies ist eine Indikation, dass wir das nächste Jahr und das erste Quartal sehr solide starten sollten", sagte der Firmenchef. Der Vorsteuergewinn solle wie geplant auf mindestens 245 Millionen Euro wachsen, sagte Zeitz, der Puma vor zehn Jahren vom Krisenkandidaten zum wohl am schnellsten wachsenden Sportartikelhersteller umgebaut hat. Beim Ziel eines währungsbereinigten Umsatzwachstums von 40 Prozent liege Puma ebenfalls im Plan.

Sogar US-Markt eher unproblematisch

Auch auf dem schwierigen US-Markt peile Puma ein währungsneutrales Umsatzwachstum 2003 von bis zu 40 Prozent an, stellte Zeitz in Aussicht. Andere Konkurrenten wie der heimische Konkurrent Adidas-Salomon und Nike macht der US-Markt dagegen zu schaffen. Derweil will Konkurrent und der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller adidas- Salomon sein kriselndes US-Geschäft mit einem neuerlichen Chefwechsel wieder auf Kurs bringen. Künftig wird Marketingvorstand Erich Stamminger (46) zusätzlich für das Nordamerika-Geschäft verantwortlich sein. Er löst Jim Stutts ab, der die Aufgabe erst im September interimsweise von Ross McMullin übernommen hatte. McMullin, der auch dem adidas-Vorstand angehörte, trat von allen Positionen zurück.

Dividende mindestens auf Vorjahresniveau

Puma wolle die Aktionäre auch künftig am Erfolg des Unternehmens teilhaben lassen. "Sie können davon ausgehen, dass die Dividende mindestens auf dem Niveau der Vorjahre liegt", sagte Zeitz. Puma wächst seit mehr als zwei Jahren deutlich schneller als die Konkurrenz, weil das Unternehmen mit seiner auch in der Freizeit getragenen Sportmode großen Zuspruch bei Jugendlichen findet. In jüngster Zeit rüstet der Konzern verstärkt wieder Top-Mannschaften wie die italienische Fußballauswahl aus, um auch bei der reinen Sportmode keine Kompetenz zu verlieren.

DPA