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Griechenland-Krise: Morgan-Stanley-Chef rechnet nicht mit "Grexit"

Für Europa sei das Risiko überschaubar und auch für die Finanzwirtschaft wären die Folgen ertragbar, sollte es zu einem Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone kommen, findet James Gorman von der Investmentbank Morgan Stanley. Dennoch sei ein "Grexit" unwahrscheinlich.

Der Chef der Bank Morgan Stanley, James Gorman, während einer Podiumsdiskussion

Morgan-Stanley-Chef James Gorman hält einen Grexit für unwahrscheinlich

Der Chef der US-Investmentbank Morgan Stanley rechnet nicht mit einem Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone. "Ich glaube nicht, dass Griechenland den Euro verlässt. Es wird einen Kompromiss geben, das Risiko ist zu groß", sagte James Gorman der "Welt am Sonntag". Sinnvoller sei es, die Schulden des Landes zu restrukturieren. Sollte Griechenland die Währungsunion doch verlassen, hält Gorman die wirtschaftlichen Folgen für überschaubar, die Ansteckungsgefahr für die Weltwirtschaft sei begrenzt. "Schließlich hatten alle Akteure genug Zeit, sich auf dieses Szenario vorzubereiten." Er fügte aber hinzu: "Die politischen Folgen sind jedoch unkalkulierbar. Da gibt es bisher auch keine Erfahrungen."

 Griechenland ringt seit Monaten mit seinen Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds um weitere Finanzhilfen. Für Montag wurde ein Gipfel der Staats- und Regierungschef der Euro-Zone angesetzt, um den Streit zu lösen. Ohne eine baldige Einigung droht Griechenland die Pleite. Diese könnte zu einem Ausscheiden des Landes aus der Euro-Zone führen, dem sogenannten "Grexit". 

ono / Reuters
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