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Deutscher Gründerpreis: Wie fünf Berufsschüler aus dem Schwarzwald bundesweit für gute Luft sorgen wollen

Die Sieger des Deutschen Gründerpreises für Schüler gewinnen mit dem Geschäftskonzept für ein Armband, das die Luftqualität misst und an eine Cloud meldet. Technisch wäre das durchaus machbar.

Die Sieger 2018: EmiSec

Das Siegerteam 2018: EmiSec

Die Idee folgt der Schwarmintelligenz: Wenn viele Leute eine Luftmesssonde mit sich herumtragen würden, ließe sich eine ständig aktuelle Karte der erstellen. Eltern wüssten, ob es ungefährlich ist, die Kinder draußen spielen zu lassen, Jogger, welche Strecke die beste für sie ist.

Nadine Fichter, Sarah Isele, Maximilian Beck, Timo Strittmatter und Rafael Grohmann vom Team "Emission Security", kurz EmiSec, aus Freiburg haben mit dieser Idee den Deutschen Gründerpreis für Schüler 2018 gewonnen. Die fünf Jugendlichen vom Berufsschul-Zweig des Walter-Eucken-Gymnasiums wurden am Dienstagabend im Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr ausgezeichnet. Sie arbeiten neben der Berufsschule als Auszubildende beim Messtechnik-Spezialisten Testo.

Lob vom Wirtschaftsminister

Sie hatten einen Geschäftsplan für ein erstellt, das seine Träger durch LED- und Vibrationssignale warnen kann, sobald die Atemluft verschmutzt ist. Die gemessenen Werte sollen in einer App einsehbar sein und in einer Cloud gespeichert werden. Sie könnten so auch Kommunen helfen, der Luftverschmutzung effektiv und zielgerichtet entgegenzuwirken.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Schirmherr des Wettbewerbs, beglückwünscht die Schülerinnen und Schüler: "Ich gratuliere allen Teams zu ihrer tollen Leistung, ganz besonders den Siegern von EmiSec. Der Deutsche für Schüler zeigt eindrucksvoll, welch unternehmerisches Talent in vielen jungen Menschen steckt und was für herausragende Leistungen sie mit Engagement, Kreativität und Teamgeist erbringen können. Deutschland braucht mutige und innovative Gründerinnen und Gründer und ich ermuntere die Gründer-Teams, diesen Weg fortzusetzen."

4000 Schüler mit tollen Ideen

Platz zwei belegen Schüler von der Städtischen Gesamtschule Waldbröl. Ihre Idee "iQ-Bon" soll Papierquittungen überflüssig machen. Käufer erhalten stattdessen digitale Kassenbelege auf ihr Smartphone, die sie direkt in der App verwalten können. 

Die Gewinner des Deutschen Gründerpreises für Schüler 2018

Deutschlands beste Schüler-Gründer bei der Siegerehrung in Hamburg.

Auf Platz 3 schaffte es das Team "Requip" von der John F. Kennedy Schule in Esslingen. Ihre Idee: Eine Kleidungs-App, die Nutzern durch eine aktive Community und personalisierte Empfehlungen ermöglicht, das für sie perfekte Outfit zu finden. Gefällt ein Kleidungsstück, kann es mit einem Klick gekauft werden, sowohl neu als auch von privaten Second-Hand-Anbietern.

Bundesweit nahmen in diesem Jahr rund 4000 Schülerinnen und Schüler in 843 Teams am Online-Planspiel teil, das vom stern, zusammen mit den Sparkassen, dem ZDF und Porsche organisiert wird. Sie entwickelten von Januar bis Mai ihre Ideen und erstellten einen Businessplan inklusive Marketingstrategie und Finanzplan.