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Abbau von Arbeitsplätzen: HSH Nordbank will 500 Stellen streichen

Mit einem drastischen Sparprogramm will die HSH Nordbank den Profit steigern. Von den verbliebenen 2600 Vollzeitstellen will die Bank in den nächsten drei Jahren weitere 500 streichen.

Die HSH Nordbank hat sich ein Sparprogramm auferlegt

Die HSH Nordbank hat sich ein Sparprogramm auferlegt

Die HSH Nordbank will mit einem Sparprogramm ihre Profitabilität erhöhen und baut massiv Personal ab. "Wir gehen davon aus, dass in den nächsten drei Jahren rund ein Fünftel der Arbeitsplätze abgebaut werden muss, also rund 500 von 2600 Vollzeitstellen", sagte Vorstandschef Constantin von Oesterreich dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

Bis Ende 2017 sollen die Kosten um 170 Millionen Euro gesenkt werden. Damit will die Landesbank ihre Chancen im EU-Beihilfeverfahren erhöhen. "Wir müssen zeigen, wie nachhaltig unser Geschäftsmodell in der Kernbank funktioniert", sagte der HSH-Chef.

Die HSH Nordbank leidet wie keine andere deutsche Bank unter der Krise in der Schifffahrt. Deswegen hatten die Landeseigner Hamburg und Schleswig-Holstein den Garantieschirm für die Bank unlängst wieder von sieben auf zehn Milliarden Euro aufgestockt. Das sorgte dafür, dass die Bank den Stresstest der europäischen Aufsichtsbehörden bestand, zog aber ein Beihilfeverfahren der EU-Kommission nach sich.

Die hat die Staatshilfe zwar vorläufig genehmigt, eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus. Dabei prüfen die Wettbewerbshüter auch, ob das Geldhaus langfristig überlebensfähig ist. Notfalls droht die Abwicklung.

"Wir gehen davon aus, dass wir mit unserem Geschäftsmodell nachhaltig einen Gesamtertrag von einer Milliarde Euro erzielen können", sagte Oesterreich. Das würde einer hohen einstelligen Eigenkapitalrendite vor Steuern entsprechen. Der EU-Kommission soll damit signalisiert werden, dass das Geldhaus eine Zukunft hat.

mka/Reuters / Reuters