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City der Zukunft: China baut eine grüne Dschungel-Stadt gegen den Smog

In China entsteht eine Öko-Stadt: Ein Dschungelteppich soll Parks und Straßen aber auch die Wände und Dächer aller Gebäude bedecken. Eine Million Pflanzen sollen den Vorort bedecken.

Nur die Haube des Bahnhofs ist von der Stadt zu erkennen.

Nur die Haube des Bahnhofs ist von der Stadt zu erkennen.

Der italienische Architekt Stefano Boeri will die Welt - oder genauer gesagt die Städte - verändern. Seine Vision ist eine Art von Beton-Dschungel – ein Urwald, der die Vertikale nutzt und die Hochhäuser unserer Städte bedeckt. Bekannt von ihm sind Vertikalen-Wald-Hochhäuser, die in Mailand und der Schweiz errichtet worden sind. In Deutschland hat es das Konzept schwer – bei uns kommt die Wärmedämmung mit ihren restriktiven Vorgaben für die Fassaden vor der Begrünung. Außerdem sind die modularen Platten, die Boeri entwickelt hat, in Europa recht teuer.

Eine ganze Öko-Stadt 

In China ist man von dem Konzept begeistert und hält sich nicht mit einer einzigen Fassade oder ein paar Platten auf. Boeri hat bereits mehrere Gebäude für den chinesischen Markt entwickelt, nun hat der Bau der Dschungel-Stadt Liuzhou in Süd-China begonnen. Von dem Italiener stammt der Masterplan, die Ausführung und Detailplanung übernimmt die örtliche Stadtentwicklungsbehörde. Die Großsiedlung soll Wohnungen für 30.000 Einwohner bereitstellen. Ihr Alleinstellungsmerkmal für die vom Smog geplagten Chinesen ist einfach: In dieser Stadt ist alles grün. Nicht nur Parks, Gärten und Straßen werden mit Bäumen bestückt, die Gebäude selbst werden konsequent bepflanzt. Auf den ersten Blick sehen die Häuser aus wie in der Dokureihe "Life After People" – über eine Welt in der die Menschheit ausgestorben ist. Dabei soll das Konzept der Dschungel-Stadt natürlich das Überleben der Menschheit sichern. Die Siedlung wird jährlich 10.000 Tonnen CO2 absorbieren und 57 Tonnen Ruß und Feinstaub aus der Luft filtern.

Wichtige Erfahrungen aus der ersten Großsiedlung

Schon zur Einweihung sollen 40.000 Bäume und eine Million Gewächse angepflanzt sein. Die Siedlung liegt in der Nähe der Großstadt Liuzhou. Für die Anbindung wird eine Schnellstraße sorgen, die allein Elektromobilen vorbehalten ist. In verdichteter Bauweise erlebt das Konzept der luftigen Gartenstadt hier ein Revival. 2017 hat der Bau begonnen, im Jahr 2020 sollen die Bewohner einziehen. 

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Begrünte Metropolen sind auch in anderen Teilen der Welt ein Thema. Doch erstmals wird eine Siedlung von der Größe einer Kleinstadt durchgängig auf diese Art gebaut. Hier wird man sehen können, welchen Einfluss, die Vegetation tatsächlich auf das Stadtklima hat. Wird die Luft besser? Oder müssen die Einwohner in einem schwül-feuchten Regenwald-Klima leben? Nach einigen Jahren wird man auch abschätzen können, welcher gärtnerische Aufwand notwendig ist, um die grüne Pracht in Zaum zu halten.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.