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Arbeitskampf: Ärzte legen Stethoskope nieder

Die Ärzte an Universitätskliniken haben ihren Arbeitskampf um Arbeitszeit und bessere Bezahlung ausgeweitet. Rund 1000 Ärzte werden sich an dem Streik beteiligen. Die Notfallversorgung sei jedoch jederzeit gewährleistet.

An bis zu fünfzehn Standorten lassen Ärzte die Arbeit ruhen, sagte der Vorsitzende des Marburger Bundes, Frank Ulrich Montgomery. Schwerpunkte sind Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg sowie Hannover. Die Ärzte fordern 30 Prozent mehr Gehalt und bessere Arbeitszeiten.

Baldiger Durchbruch nicht in Sicht

Montgomery rechnet damit, dass der Ausstand noch mindestens bis zu den Landtagswahlen am kommenden Wochenende dauert. Die Ärzte an den Uni-Kliniken in NRW weiteten ihren Streik neben Bonn und Essen auch auf Köln und Aachen aus. Rund 1000 Ärzte sollen sich bis zu drei Tage an dem Ausstand beteiligen. Die Notfallversorgung sei jederzeit gewährleistet, sagte ein Landessprecher des Marburger Bundes.

In Baden-Württemberg sind die Krankenhäuser in Heidelberg, Freiburg, Ulm und Tübingen vom Streik betroffen. Für den Vormittag sind Aktionen in den Innenstädten geplant. Auch in Bayern wollen die Ärzte ihren Streik fortsetzen. Betroffen sind die Unikliniken in München, Würzburg, Regensburg und Erlangen.

Trotz grundsätzlicher Verhandlungsbereitschaft beider Seiten ist ein baldiger Durchbruch bei den Verhandlungen der Gewerkschaft mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder nicht in Sicht.

DPA / DPA