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Benimm-Regeln: So vermeiden Sie Fettnäpfchen

Sich richtig zu benehmen, erleichtert das Zusammenleben mit anderen Menschen - auch im Büro. Mit diesen fünf goldenen Benimm-Regeln liegen Sie immer richtig.

"Kind, nimm die Ellbogen vom Tisch!"- Haben Sie diesen Satz in Ihrer Kindheit allzu oft gehört? Und wenn Sie nachfragten, warum das so wichtig sei, haben Sie dann regelmäßig die Antwort erhalten: "Das tut man nicht"? Ob Sie es glauben oder nicht. Ihre Eltern hatten recht. Es gibt Dinge, die sollten Sie lieber nicht tun, möchten Sie bei anderen Sympathiepunkte sammeln.

Die richtige Umgangsform mit anderen gehört zu den kleinen sozialen Spielregeln, die das Zusammenleben erleichtern. Klar: Manche Dinge sehen die einen ein bisschen enger als andere. Und nicht jeder muss den perfekten Umgang mit der Hummerzange beherrschen. Doch einige Spielregeln sollten Sie lieber beachten. Sonst treten Sie von einem Fettnäpfchen ins nächste. stern.de erklärt sind die fünf wichtigsten Do's und Dont's für das Business-Leben.

Dr. Petra Begemann

Die Autorin ist Verfasserin des Karriere-Ratgebers: Der große Business-Knigge. Was Sie heute im Berufsleben wissen müssen

Hey, Boss oder Guten Tag, gnädige Frau? - Die perfekte Begrüßung

Wie war das noch gleich? Der Herr grüßt immer die Dame zuerst, aber der Jüngere den Älteren und der Unverheiratete den Verheirateten... Bevor Sie anfangen sich in mühseliger Rangermittlung zu verstricken, halten Sie sich einfach an die Faustregel: Wer den anderen zuerst sieht, grüßt. Ob Sie dabei einen eher flapsigen oder steiferen Ton wählen, hängt ganz vom Verhältnis zur jeweiligen Person ab. Nur eines geht auf keinen Fall: Nicht grüßen.

Duzen oder Siezen? - Die passende Anrede

In Zeiten flacher Hierarchien gehört das formlose Du in vielen Unternehmen längst zum alltäglichen Umgangston. Duzen sich alle Ihre Kollegen, manövrieren Sie sich mit einem beharrlichen Sie leicht in eine Außenseiterrolle. Generell gilt jedoch: Widerstrebt Ihnen der allzu vertrauliche Ton, können Sie ein Angebot zum Du höflich und freundlich ablehnen. Nur eines geht auf keinen Fall: Ihrem Vorgesetzten oder einem älteren Kollegen das Du anbieten.

Wer wird denn gleich in die Luft gehen? - Rauchen im Büro

Selbst wenn Sie seit zwanzig Jahren in Ihrem Büro geraucht haben, beim Rauchen gibt es keine Gewohnheitsrechte. Kollegen zum gesundheitsgefährdenden Passivrauchen zu zwingen, ist eine grobe Rücksichtslosigkeit. Halten Sie sich also an betriebsinterne Regeln, wie Rauchen in dafür vorgesehenen Raucherecken oder vor der Tür beim bereit gestellten Aschenbecher. Und eines geht auf keinen Fall: Eine Zigarette ganz leger und ohne Kommentar im Zimmer des Kollegen anzünden.

Small-Talk - Nein danke?

Small-Talk, dieses wortreiche Geplänkel ohne Tiefgang, ist Ihnen verhasst? Zugegeben: Das kleine Gespräch im Plauderton ist oberflächlich. Doch wer stur auf Durchzug schaltet, wenn sich Kollegen aber auch Geschäftspartner über Urlaub, Wetter oder Wohnort unterhalten, verpasst häufig den richtigen Gesprächseinstieg. Denn die Kunst des lockeren Gesprächs schafft Sympathien, sorgt für die richtige Gesprächsatmosphäre und bereitet den Boden für schwerwiegendere Themen. Eines geht daher auf keinen Fall: Andere beim Plaudern über den letzten Urlaub schroff unterbrechen und zum Thema Wetter nie ein Wort verlieren.

Isch bin der Werner... - Benimmfalle Betriebsfeier

Nach dem dritten Glas Wein auf der letzten Betriebsfeier waren Sie äußerst gelöst und auf einmal sah sogar Ihr Kollege Werner Müller richtig gut aus. Doch bei aller Party-Stimmung auf Betriebsfesten, Weihnachtsfeiern und Neujahrsempfängen sollten Sie nie vergessen, dass Sie unter Dauer-Beobachtung Ihrer Kollegen und Ihrer Vorgesetzten stehen. Die Klatschbasen des Unternehmens registrieren Ihren Getränkekonsum genauso wie hemmungsloses Herumflirten mit Kollegen. Wollen Sie nicht über Jahre hinaus für Stoff für den üblichen Kollegentratsch sorgen, sollten Sie eines auf keinen Fall tun: Dank Alkoholkonsum die Kontrolle verlieren.

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