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Vorstellungsgespräch: Diese drei Frage-Arten im Bewerbungsgespräch sind wichtig, sagt der Ex-Google-Chef

In Bewerbungsgesprächen können einige Fragen ganz schön kniffelig sein. Der ehemalige Chef von Google setzt auf drei Frage-Arten, um Bewerber besser einschätzen zu können. Und die haben es in sich.

Google: fragen an Job-Bewerber

Eric Schmidt, Googles Ex-Chef, stellt Bewerbern besondere Fragen.

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Wer sich auf einen neuen Job bewirbt, muss mit seinem Anschreiben und dem Lebenslauf die erste Hürde nehmen. Bei diesem Verfahren werden die ersten Kandidaten eiskalt ausgesiebt. Kommt die Einladung zum Vorstellungsgespräch, bereiten sich die Bewerber vor: Was bringt man ein, welche Stärken und Schwächen hat man, wo sieht man sich in fünf Jahren.

Doch nicht alle Bewerbungsgespräche laufen nach Schema F ab. Das zeigt auch der ehemalige Chef von Google, Eric Schmidt. In seinem Buch "So tickt Google" beschreibt er, mit welchen Fragen er Bewerbern auf den Zahn fühlt. Und die haben es in sich.

Für ihn sind drei Arten von Fragen besonders wichtig. Sie weichen stark von den Fragen zu Lebenslauf und vorherigen Job ab. Vielmehr will Schmidt herausfinden, womit der Bewerber sich auseinandersetzt, wie er vorangekommen ist, welche Denkprozesse ablaufen. 

Der erste Fragen-Typus sind herausfordernde Fragen. Hier geht es Schmidt darum, die Denkweise des Bewerbers zu ergründen. Er stellt nicht unkonkrete Fragen zu Projekten, sondern will gezielt wissen, was besonders gut lief oder was der Tiefpunkt bei einer Aufgabe war. Die Antworten zeigen auch, wie sehr der Kandidat seine Aufgaben reflektiert.

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Pünktlich sein

Mit der Pünktlichkeit ist das ja so eine Sache: Wer zu spät kommt, gilt als gnadenlos unzuverlässig. Und offensichtlich wenig interessiert an einem neuen Job. Zu früh zu einem Vorstellungsgespräch zu erscheinen, macht es aber auch nicht besser. Personaler sehen es gar nicht gerne, wenn der Bewerber 20 Minuten zu früh antanzt. Daher: Statt überpünktlich zum Gespräch zu kommen, lieber noch einmal um den Block gehen. 

Bewerbung: Kreative Fragen stellen

Der zweite Fragen-Komplex widmet sich der Kreativität der Bewerber. Denn viele Fragen werden vorab von den Kandidaten einstudiert. Dieses Muster will Schmidt aufbrechen, indem er Fragen stellt wie: 

- "Wenn ich die Historie deines Internet-Browsers öffnen würde, was würde ich dann über dich erfahren?"

- "Wie hast du dein Studium finanziert?"

Bei diesen Fragen geht es darum, die Persönlichkeit des Bewerbers besser kennen zu lernen und abseits der Erfolge im Lebenslauf ins Gespräch zu kommen.

Im dritten Fragen-Abschnitt geht es um die Arbeitsweise. Hier geht es um die Art und Weise des Arbeitens, nicht um die Ergebnisse. Schmidt fragt beispielsweise, wie der Bewerber Entscheidungen trifft. Fällt der Bewerber eine Entscheidung, in dem er das Team einbezieht oder eher allein? Die Antworten zeigen Schmidt schnell, ob ein Kandidat zur Arbeitsweise des Teams oder des Unternehmens passt - oder eben nicht.

Sein Tipp: Bewerber sollten sich von Standard-Antworten verabschieden. Damit langweilen sie und zeigen wenig Kreativität. So würden sich Bewerber wenig interessant darstellen. 

Szene Vorstellungsgespräch
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