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Der Weg zum Studienplatz: Ich will hier rein!

Die Bewerbungsverfahren der Universitäten sind vielfältig. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Varianten vor und geben Tipps zur Vorbereitung.

Der Weg zur Universität ist weit und will gut vorbereitet sein

Der Weg zur Universität ist weit und will gut vorbereitet sein

Es gibt drei Arten von Studiengängen: Fächer ohne Zulassungsbeschränkung, örtlich zulassungsbeschränkte sowie bundesweit zulassungsbeschränkte Fächer.

Bei den wenigen Studiengängen ohne Beschränkung bewirbt man sich direkt bei der Hochschule.

Für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge gilt meist ein Numerus clausus (NC). Es gibt aber auch eine Quote nach Wartezeit, außerdem führen einige Hochschulen fachbezogene Tests oder Auswahlgespräche durch oder verlangen Motivationsschreiben. Oft werden Bonuspunkte für bestimmte Leistungen gewährt - das kann eine Ausbildung sein, Einzelnoten in bestimmten Fächern oder die Teilnahme an "Jugend forscht". Man sollte sich zur Sicherheit an mehreren Unis bewerben. Möglicherweise ist dasselbe Fach an einer Hochschule zulassungsbeschränkt, an der Nachbar-Uni aber nicht. Einen Überblick über Zulassungsmodalitäten an einzelnen Hochschulen bietet hochschulkompass.de. Bei Unsicherheiten helfen die Fachstudienberatungen; auch die Fachschaft, die Interessenvertretung der Studenten eines Fachbereichs, berät Schüler.

Der Klassiker heißt ZVS

Wer ein medizinisches Fach oder Pharmazie studieren will, bewirbt sich bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) . 20 Prozent der Plätze werden an die Abiturbesten vergeben, 20 Prozent nach Wartezeit und 60 Prozent über die Hochschulen - man kann bis zu sechs Wunsch-Hochschulen angeben. Achtung: Manche Unis sortieren alle aus, die ihre Hochschule nicht an erster oder zweiter Stelle nennen. Bevor man das Formblatt ausfüllt, sollte man sich von der ZVS und den Wunsch-Hochschulen beraten lassen. Möglichst nicht erst im Juli anrufen, wenn es alle tun. Termine, Beratungs-Hotline et cetera gibt es unter zvs.de.

Meist wird das Ergebnis von Aufnahmeverfahren mit der Abi-Note verrechnet. Ein verpatztes Abi lässt sich also auch durch die neuen Verfahren nur schwer kompensieren. Tipps und Berichte von Abiturienten unter: abi.de.

Nützliche Vorbereitung im Internet

Informationen zu Auswahlgesprächen an Unis gibt die Studienberatung FU Berlin: auswahlgespraeche.de. Für 15 Euro kann man hier den Ratgeber "Erfolg im Auswahlgespräch" bestellen.

Über ihre Aufnahmeverfahren informieren die einzelnen Hochschulen im Netz; oft empfehlen sie Bücher, mit denen man sich vorbereiten kann. Übungsmaterial auch auf den Seiten der ITB Consulting, die einige Hochschultests entwickelt hat, etwa den Medizinertest: itb-consulting.de.

Unis bieten Selbsttests an, die man ohne Prüfungsdruck machen kann, zum Beispiel: RWTH Aachen, FU Berlin; Hamburg-Harburg (Ingenieurwissenschaften); TU Chemnitz, Uni Freiburg, LMU München (Informatik); Uni Lüneburg (Chemie); Uni Hamburg (Psychologie); Uni Bremen (Gesellschafts-, Sozial-, Geistes-, Rechts-, Wirtschafts- und Naturwissenschaften); HAW Hamburg (FH-Studiengänge).

Nikola Sellmair