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Diskriminierung: Frauen reichen Millionenklage gegen Novartis ein

In den USA haben Frauen gegen den Pharmakonzern Novartis eine Millionenklage wegen Diskriminierung eingereicht. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

Gegen den Pharmakonzern Novartis ist in den USA eine Klage über 100 Millionen Dollar wegen Diskriminierung von Frauen eingereicht worden. Novartis wird beschuldigt, Mitarbeiterinnen im Hinblick auf Bezahlung, Aus- und Fortbildung, Beförderung und bei disziplinarischen Methoden zu benachteiligen. Hinter der Klage stehen Mitarbeiterinnen und ehemalige Angestellte. Zuständig ist ein Bundesgericht in in New York.

Der Anwalt der zwölf Klägerinnen wirft Novartis vor, Frauen einem Arbeitsumfeld auszusetzen, in dem sie öffentlich angeprangert und mit sexistischen sowie rassistischen Bemerkungen und Witzen konfrontiert werden. Ein weiterer Punkt der Klage richtet sich gegen männliche Vorgesetzte. Sie hätten interne Bestimmungen verletzt, indem sie Mitarbeiterinnen in Mutterschutz, Elternzeit oder während Krankheit kontaktiert und beschäftigt hätten. Novartis gebe sich zwar als Unternehmen aus, das arbeitende Mütter unterstütze, die Praxis sehe aber ganz anders aus, erklärte Anwalt David Sanford in einer Pressemitteilung.

Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück

Novartis bestritt in einer Mitteilung die Vorwürfe und kündigte an, die Klage mit allen Mitteln abwenden zu wollen. Das Unternehmen stehe für die Gleichberechtigung aller Angestellten ein und sei stolz auf seine Bestimmungen und Programme, welche Frauen in Marketing und Verkauf förderten.

Klagen wegen Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz haben sich in den USA in letzter Zeit gehäuft. Auch gegen den Einzelhandelsriesen Wal-Mart ist eine Sammelklage anhängig. Die Wall-Street-Bank Morgan Stanley bezahlte im Juli in einem Vergleich insgesamt 54 Millionen Dollar an 340 Frauen, die wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz geklagt hatten.

AP / AP