HOME

Stern Logo Stern-Stimmen

F. Behrendt: Der Guru der Gelassenheit: Wenn drei Generationen drei Haselnüsse lieben

1973 entstand ein Film, der mittlerweile Kultstatus erreichte und aus dem jährlichen Weihnachtsprogramm im Fernsehen nicht mehr wegzudenken ist: "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Frank Behrendt und seine Familie sind auch große Fans und gönnen sich in diesem Jahr eine Extra-Dosis des Märchenklassikers.

Prinz Pavel Travnicek passt Aschenbrödel Libuse Safrankova im Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" den verlorenen Schuh an

Prinz Pavel Travnicek passt Aschenbrödel Libuse Safrankova im Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" den verlorenen Schuh an

Nach über 40 Jahren kann ich es zugeben: Ja, ich war in Libuse Safrankova unsterblich verliebt! Die tschechische Schauspielerin verkörpert das Aschenbrödel in der zauberhaften Verfilmung und sah nicht nur am Ende im Prinzessinnen-Look, sondern auch in ihrer abgetragenen Küchentracht einfach zauberhaft aus.

Neben der rührend-romantischen Geschichte ist es auch die Musik von Karel Svoboda, die einem immer in den Ohren klingt, wenn man an den Film und die Bilder denkt. Auch wenn man jede Szene längst lippensynchron mitsprechen könnte, ist es immer wieder eine Freude, sich den Streifen anzuschauen. Meine Lieblingsstelle ist das Rätsel, das Aschenbrödel dem feschen Prinzen auf dem Ball aufgibt: "Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht..."

Gedreht wurde diese Szene seinerzeit übrigens auf Schloss Moritzburg bei Dresden. Und die Treppe, auf der das Mädchen ihren Schuh verlor, gilt immer noch als beliebter Ort für Heiratsanträge. Meine Schwester, die den Film auch liebte, träumte früher von einem Schimmel wie "Nikolaus". Heute hat sie genau so einen. Meine jüngste Tochter Holly ist Fan der Eule "Rosalie". Eine echte lebt zwar noch nicht bei uns, aber eine von Steiff sitzt schon seit zwei Jahren an ihrem Bett.

Weil der Film bei uns traditionell zum Weihnachts-Wohlfühl-Programm dazugehört, sehen wir ihn uns auch diesmal wieder gemeinsam an. Aber damit nicht genug: In diesem Jahr gibt es Aschenbrödel unter dem Label www.maerchenarena.de als große Show für die ganze Familie auf der Bühne. Am 27. Dezember pilgern wir mit Kindern und Oma, die sich wie eine Schneekönigin darauf freut, zu unserem absoluten Lieblingsmärchen.

Wunderbare Kostüme, die Original-Musik von einer Live-Band gespielt und viele tolle Darsteller hat der Veranstalter angekündigt. Meine Frau und ich freuen uns aber auf einen ganz besonders: Pavel Travnicek, der damals den jungen verliebten Prinzen spielte, mimt nun den alten König. Mal sehen, ob ich als Fan der ersten Stunde ein Selfie mit ihm bekomme. Immerhin waren wir früher mal in die selbe Frau verliebt...