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Protest gegen Niedriglohn: Neue Streiks bei Amazon

Die Beschäftigten bei Amazon in Leipizig und Bad Hersfeld haben die Arbeit niedergelegt. Sie fordern seit längerem eine bessere Bezahlung - bisher ohne echten Erfolg.

Die Gewerkschaft Verdi setzt ihre Streiks beim Internet-Händler Amazon fort. Die Beschäftigten der Versandzentren in Bad Hersfeld und in Leipzig wurden dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Laut Verdi soll der Streik bis zum Ende der Spätschicht am Samstag dauern. Verdi-Chef Frank Bsirske wird demnach am Freitag um 11.00 Uhr an der Streikkundgebung in Leipzig teilnehmen.

Die Streikwelle bei Amazon läuft bereits ein gutes Jahr. Verdi will für die Mitarbeiter des Internet-Händlers einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Bisher lehnt das Amazon-Management dies ab. Das Unternehmen mit rund 9000 festen Mitarbeitern in Deutschland orientiert sich an der niedrigeren Bezahlung in der Logistikbranche. Für dieses Jahr sind laut Verdi bislang keine Erhöhung und kein Urlaubsgeld vorgesehen.

she/AFP/DPA / DPA