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Schadensvermeidung: Mittelstand oft Opfer von Wirtschaftsspionage

Auch mittelständische Unternehmen in Deutschland werden oft durch Wirtschaftsspionage geschädigt. Häufig geben eigene Mitarbeiter oder Außenstehende firmeninterne und brisante Daten an die Konkurrenz.

Auch mittelständische Unternehmen in Deutschland werden oft durch Wirtschaftsspionage geschädigt. "Deshalb müssen wir für bessere Schutzsysteme sorgen, damit eine Zweckentfremdung nicht möglich ist", sagte Wilhelm Vosselmann vom Bayerischen Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (BVSW). Vielfach würden eigene Mitarbeiter oder Außenstehende firmeninterne und brisante Daten an die Konkurrenz geben oder für eigene Zwecke nutzen. Dadurch verursachte Schäden könnten die betroffenen Unternehmen in ihrer Existenz gefährden.

Viele Betriebe seien sich der Problematik noch nicht ausreichend bewusst. Gerade der innovative Mittelstand messe der Notwendigkeit von Informationsschutzsystemen nur eine untergeordnete Bedeutung zu, teilte der BVSW mit. Um Hackern und Spionen frühzeitig auf die Schliche zu kommen sei es ratsam Sicherheitssysteme einzurichten und diese auch regelmäßig den neuesten Technologien anzupassen. Die Schulung von Mitarbeitern, Verschlüsselung von Daten und der sensible Umgang mit Kundendateien könnten zur Schadensvermeidung beitragen. Der finanzielle Aufwand rentiere sich auch für kleinere Firmen.

Wie sich Führungskräfte vor illegaler Informationsbeschaffung durch Mitarbeiter oder fremde Personen schützen können und welche Voraussetzungen in einem Betrieb vorherrschen müssen, hat der BVSW in einer Broschüre zusammengestellt. Der BVSW wurde 1976 als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation der bayerischen Wirtschaft gegründet. Seine Mitglieder kommen aus den Bereichen der gewerblichen Wirtschaft, der Banken, Versicherungen und der kommunalen Verwaltung sowie aus privaten Dienstleistungsunternehmen.

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