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Mögliche Wirtschaftsspionage US-Kongress warnt vor chinesischen Telekommunkiationsfirmen


Zwei chinesische Firmen stehen in den USA im Verdacht von China für Wirtschaftsspionage genutzt zu werden. Auch in Deutschland in Australien gibt es Probleme mit einer der Firmen.

Der US-Kongress hat mit scharfen Worten vor zwei chinesischen Telekommunikationsriesen gewarnt. Huawei und ZTE stellten eine Sicherheitsgefahr für die USA dar, heißt es im Entwurf eines Untersuchungsberichtes des Geheimdienstausschuss des Kongresses. Den beiden Unternehmen "kann nicht getraut werden", sie stünden vermutlich unter Einfluss der Regierung in Peking. Aufträge an ZTE und Huawei oder Übernahmen durch die Firmen könnten daher die Sicherheit der Vereinigten Staaten gefährden.

Der Kongressausschuss hatte die Untersuchung aufgrund von Befürchtungen eingeleitet, die beiden chinesischen Firmen könnten Wirtschaftsspionage betreiben oder im Auftrag des Militärs spionieren. Im Entwurf der Abschlussberichts hieß es nun: "China hat die Mittel, die Gelegenheiten und die Gründe, um Telekommunikationsunternehmen für bösartige Ziele einzusetzen." Entsprechend seien die USA gefordert, "angesichts der Bedrohung der nationalen Sicherheitsinteressen Unternehmenskäufe, Übernahmen und Fusionen mit Beteiligung von Huawei und ZTE zu blockieren".

Probleme auch in Deutschland und Australien

Das von einem ehemaligen Ingenieur der chinesischen Volksarmee gegründete Huawei und ZTE hatten eine Beziehung zum chinesischen Staat immer zurückgewiesen. Huawei-Vizechef William Plummer erklärte auf Anfrage nun erneut, "der Integrität und Unabhängigkeit" seines Unternehmens werde "in fast 150 Märkten getraut". In Australien war der Konzern vor einigen Monaten allerdings aus Furcht vor Cyberangriffen vom nationalen Breitband-Netzwerk ausgeschlossen worden, das die Mehrheit der Australier ans besonders schnelle Internet anschließen soll. ZTE war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Deutsche Spezialisten für Internetsicherheit hatten Huawei kürzlich vorgeworfen, die Router des Unternehmens für den Internetzugang seien mit nur einfachen Hackerkenntnissen zu knacken - um sich so in Netzwerke einschleusen und Daten ausspähen zu können. Die Technologie der Huawei-Router sei auf dem Stand der 90er Jahre. In Deutschland stammen unter anderem viele Surfsticks für das mobile Internet per Handynetz von Huawei.

ono/AFP AFP

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