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Selbstdarstellung im Netz So wird Facebook zum Job-Hindernis


Längst scannen auch Personalabteilungen die Social-Media-Aktivitäten von Bewerbern. Doch nicht nur peinliche Fotos sind Bewerbungskiller. Eine Studie listet auf, welche Fehler den Job kosten können.

Sie trinken Alkohol und veröffentlichen Bilder davon bei Facebook? Schlecht! Posieren auch mal gerne provokant auf Bildern? Keine Chance. Und via Facebook haben Sie sich schon über Arbeitskollegen aufgeregt - und dabei auch noch Tippfehler gemacht? Dann sind Sie raus.

Denn auch auf das Facebook-Profil achten Personaler inzwischen. Aktivitäten in den sozialen Netzwerken werden schon längst nicht mehr nur auf Schnaps- und Drogenkonsum oder Fremdschämbilder gecheckt. Auch Lästern, schlampige Orthographie und unprofessionelle Nutzernamen sind mehr als nur Fettnäpfchen auf dem Weg zum neuen Job.

Die Agentur Careerbuilder hat bei US-Personalabteilungen nachgefragt, welche Fehler bei Facebook und Co. so gravierend waren, dass der Bewerber den Job nicht bekommen hat. Knapp die Hälfte gab an, auch die Social-Media-Aktivitäten vor der Einstellung zu kontrollieren. Zum Vergleich: 2012 waren es nur 34 Prozent, die solche Kontrollen durchführten. Bei 51 Prozent der gescannten Profile kam es aufgrund von Fehlern nicht zur Einstellung.

Ein Schwein als Freund

Neben dem Konsum von Alkohol und Drogen (41 Prozent) und unangemessene Fotos (46 Prozent) war falsche Grammatik ein Jobkiller (31 Prozent). Auch offensichtliche Lügen bei der Qualifikation sind ein Rausschmeißer. Allerdings: Wer gar nicht auf sozialen Plattformen unterwegs ist, fällt auch negativ auf. So gaben 24 Prozent der befragten Personaler an, dass sie Bewerber für geeigneter empfinden, wenn diese mit Social Media umgehen können. Wer sich in den sozialen Netzwerken als kommunikativ und kreativ darstellt, hatte sogar Vorteile bei der Bewerbung.

Aber auch kuriose Fundstücke bei den Social-Media-Profilen von Bewerbern wurden von Personalern genannt: So gab es bei Kandidaten, die einen Link zu einem Escort-Service im Profil hatten, ein Schwein als besten Freund im sozialen Netzwerk aufführten oder damit prahlten, dass sie betrunken Auto gefahren sind, ohne erwischt zu werden. Ein Bewerber protzte damit, an einem dämonischen Ritual teilgenommen zu haben.

kg

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