Top-Gehälter Bezüge von Managern beschränken


In der Debatte um Bezüge von Spitzenmanagern hat sich BDI-Chef Michael Rogowski erneut dafür ausgesprochen, Top-Gehälter zu begrenzen.

In der Debatte um Bezüge von Spitzenmanagern hat sich BDI-Chef Michael Rogowski erneut dafür ausgesprochen, Top-Gehälter zu begrenzen. Die Bezüge sollten am Wertzuwachs des Unternehmens gemessen werden, um mögliche Exzesse kenntlich zu machen, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in der Mittwochsausgabe der "Süddeutschen Zeitung".

Auch Top-Manager hätten sich am "simplen Begriff des ehrbaren Kaufmanns" zu orientieren. "Dazu gehört, für sich selbst nicht mehr zu tun als für die Mitarbeiter, Aktionäre und Gesellschaft." Gesetzliche Vorgaben lehnte Rogowski jedoch ab.

Das gelte auch für die immer wieder diskutierte Ausbildungsabgabe, sagte Rogowski auf einem Symposium "Unternehmen - Partner im gesellschaftlichen Wandel" am Mittwoch in Berlin. Sie wäre kein Anreiz, sondern "vielfach das Ende bürgerschaftlichen Engagements in diesem Sektor", meinte Rogowski. Die Unternehmen übernähmen in hohem Maße und in verschiedenen Bereichen gesellschaftliche Verantwortung. Dies könne aber weder erzwungen werden, noch könne es zum "Lückenbüßer oder Reparaturbetrieb bei Staatsversagen" werden.

Der parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Rezzo Schlauch (Grüne) hatte zuvor an die Betriebe appelliert, auch über den gegenwärtigen Bedarf hinaus jungen Menschen einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen. Soziales Engagement von Unternehmen schließe neben Stiftungen, Hilfsprojekten und anderen Aktivitäten auch die Verantwortung für die Arbeitnehmer sowie für ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze ein. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), der ursprünglich auf dem Symposium sprechen wollte, hatte seine Teilnahme wegen der Kabinettssitzung abgesagt.


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