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Unternehmen: "Tschüss Deutschland!"

Die Wahl der Gesellschaftsform war für Existenzgründer bislang begrenzt. Mit einer so genannten Euro-GmbH haben nun auch kleinere und neue Unternehmen eine neue Alternative.

Für Existenzgründer und kleine Unternehmen war die Wahl der Gesellschaftsform bislang begrenzt. Meist blieb es bei einer risikoreichen GbR, die Gründung einer GmbH war schlichtweg zu teuer. Das jüngste Urteil des Bundesgerichtshofes zum Gesellschaftsrecht verhilft nun auch weniger finanzkräftigen deutschen Unternehmen zur Gründung einer so genannten Euro-GmbH.

Das Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) erlaubt fortan den im europäischen Ausland gegründeten GmbHs die Rechtsfähigkeit in Deutschland. Der BGH beugte sich damit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Bislang hatte sich Deutschland gegen die Klagefähigkeit von Gesellschaften aus dem EU-Ausland in Deutschland gesperrt. Doch dies verstieß gegen die garantierte europäische Niederlassungsfreiheit und damit gegen EU-Recht.

Weniger Risiko

Insbesondere Existenzgründer sowie kleinere und mittlere Unternehmen profitieren von der neuen Gesetzeslage. Der Gründungsakt ist dank des deutlich einfacheren Gesellschaftsrechts in England nicht länger mit bürokratischen und zeitaufwändigen Hürden verbunden. Der Start geht schneller, billiger und sicherer. Der größte Vorteil: Die persönliche Haftung wird mit einer Euro-GmbH ausgeschlossen.

Bislang konnten es sich vor allem junge und kleinere Unternehmen kaum leisten, 25.000 Euro Eigenkapital für eine deutsche GmbH aufzubringen. So blieb es oft bei einer GbR, verbunden mit hohen Risiko. Denn als Inhaber dieser Unternehmen haften sie mit ihrem gesamten persönlichen Vermögen. Mit der Gründung einer Limited in England können sie dieses Risiko jetzt ausschließen. Ohne großen Kapitaleinsatz. Tatsächlich nicht mehr als 279,- Euro sind notwendig, um aus einer deutschen Einzelfirma oder GbR eine Euro-GmbH zu machen, garantieren zum Beispiel die Unternehmensberater von Go Ahead Limited.

Lösug: Limited

Go Ahead bietet Limited-Gründern einen Full-Service, ohne teure und bürokratische Behördengänge. "Die Nutzung der Vorteile einer Euro-GmbH muss aber nicht heißen, Deutschland komplett den Rücken zuzukehren. Im Gegenteil", meint Zoran Tepsic von Go Ahead. "Viele Unternehmen haben sich längst dazu entschlossen zwar eine Limited in England zu gründen - aber ausschließlich auf dem deutschen Markt zu agieren. Weder eine tatsächliche Niederlassung in England, noch englische Sprachkenntnisse sind dazu erforderlich. Und natürlich werden die Firmen ins deutsche Handelsregister eingetragen", so Tepsic.

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