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Schadensersatz: Verheirateter Mann stirbt nach Sex auf Dienstreise – Gericht wertet es als Arbeitsunfall

Ein verheirateter Mann stirbt auf einer Dienstreise kurz nach einem Seitensprung. Das Gericht bewertet den Vorfall als Arbeitsunfall. Die Familie des Verstorbenen bekommt Schadensersatz.

Der Mann erlitt kurz nach dem Seitensprung einen Herzinfarkt und starb (Symbolfoto)

Der Mann erlitt kurz nach dem Seitensprung einen Herzinfarkt und starb (Symbolfoto)

Getty Images

Der Seitensprung eines verheirateten Mannes, der auf einer Dienstreise im Februar 2013 Sex hatte und kurze Zeit später verstarb, wird von einem französischem Gericht als Arbeitsunfall angesehen. Das geht aus einem Bericht der britischen Zeitung "Daily Mail" hervor. 

Die Entscheidung des Gerichts bedeutet, dass das Pariser Eisenbahnunternehmen, in dem der Mann als Ingenieur gearbeitet hat, der Familie des Verstorbenen hohe Entschädigungen zahlen muss. Ehefrau und Kinder sollen 80 Prozent seines monatlichen Gehaltes bekommen. Und das bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Mann in den Ruhestand gegangen wäre. 

Der Mann wurde von seinem Arbeitgeber für einen Auftrag in die Region Loiret geschickt, welche im Zentrum Frankreichs und südlich von Paris liegt. In dem Ort Meung-sur-Loiret traf sich der Ingenieur mit einer einheimischen Frau. Kurz nachdem das Paar sich auf einem Hotelzimmer miteinander vergnügt hatte, wurde der Mann dort tot aufgefunden. Er verstarb kurz nach dem Akt an einem Herzinfarkt.

Arbeitgeber ist für Mitarbeiter auf Dienstreisen verantwortlich

Die Pariser Firma versuchte mehrfach, das Gerichtsurteil anzufechten – ohne Erfolg. Trotz der Argumente des Unternehmens, dass der Mann nicht in einem von der Firma gestellten Hotelzimmer verstarb und zudem noch seine Ehefrau betrog, blieb das Urteil bestehen.

Im Jahr 2016 entschied ein französisches Untergericht, dass sexuelle Handlungen wie Duschen oder Essen bewertet werden. Der Richter war der Überzeugung, dass Unternehmen für ihre Mitarbeiter verantwortlich sind, wenn sie auf Dienstreisen geschickt werden. Dabei sei es egal, was der Arbeitnehmer an diesem Arbeitsort in der Freizeit oder in der Arbeitszeit macht. 

Das Gerichtsurteil kann nur noch einmal von der Firma angefochten werden, wenn sie beweisen kann, dass der Mitarbeiter absichtlich seine Dienstreise unterbrochen hat. 

Quelle: "Daily Mail"

ky