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Finanztest: Apple, H&M, Otto: Wo bezahlen Kunden günstig und sicher im Internet?

Pünktlich zum Weihnachtsshopping hat Finanztest die Online-Bezahlsysteme von 30 bekannten Internethändlern gecheckt. Bei der Sicherheit konnten nicht alle Shops punkten - und es gibt einige versteckte Kosten.

Auf einem Tablet wir eine Kreditkartennummer eingegeben

Shoppen im Netz ist bequem, aber beim Bezahlen kann es teuer werden. Finanztest hat die größten Online-Shops geprüft.

Keine sechs Wochen mehr bis Weihnachten. Zeit, das langsam das große Shoppen losgeht. Und längst zieht es die Deutschen nicht mehr nur in die Läden - sie kaufen ihre Weihnachtsgeschenke zunehmend im Netz. Waren es im Jahr 2010 nur 22 Prozent, kauften im vergangenen Jahr schon 37 Prozent online ein. Das ist deutlich bequemer, aber wie sieht es mit dem Bezahlen aus? Wie sicher können Kunden ihre Rechnung begleichen? Und kommen etwa noch Zusatzkosten auf den Käufer zu?

"Finanztest" hat die Bezahlsysteme von 30 großen Onlineshops verglichen. Dabei ging es um den Kaufvorgang selbst: Muss ein Käufer sich registrieren? Was passiert mit den Daten, gerade den sensiblen Bankdaten? Darüber hinaus prüften die Tester, mit welchen Systemen die Kunden bezahlen können - und ob dadurch Kosten entstehen. 

Ohne Registrierung einkaufen

Überprüft wurden Händler wie Amazon, Zalando, H&M, Globetrotter, MyToys, Otto, Sportscheck und Tchibo. Aber auch die Shops des FC Bayern München, der Deutschen Bahn, von Notebooksbilliger und Ikea prüften die Tester. 

Ohne Registrierung können Kunden beispielsweise bei dem Erotikshop Amorelie, bei Apple, dem Elektrohändler Cyberport, bei ikea, dem Optiker Mister Spex und auch Tchibo einkaufen.

Paypal oder Rechnung?

Keiner der geprüften Händler bietet alle Zahlungsvarianten an. Am häufigsten kaufen die Deutschen auf Rechnung (28 Prozent), per Lastschrift (21,8 Prozent) oder mit dem Zahldienst Paypal (20,2 Prozent) ein. Der schwedische Möbelriese Ikea bietet keine dieser Varianten an. Sehr viele Shops bieten das Zahlen mit der Kreditkarte an, beispielsweise H&M, Otto oder Apple. Der Rechnungskauf ist bei vielen Händlern nur mit Einschränkungen möglich, meistens gibt es eine Bestellobergrenze. Bei Notebookbilliger.de wird bei einem Kaufpreis über 250 Euro eine Paypal-Gebühr von 1,61 Prozent fällig, die bei größeren Anschaffungen schnell teuer werden kann. Nur zwei Shops sind wirklich versandkostenfrei: Mister Spex und Zalando. Andere liefern erst ab einem gewissen Einkaufswert kostenlos wie beispielsweise Tchibo (ab 20 Euro).

Datensicherheit ungewiss

Fazit der Tester: Käufer müssen die individuell geeignete Zahloption für sich finden. Manchem ist die Weitergabe von Daten egal - diese Käufer können (wenn keine Mehrkosten entstehen) auch auf Bezahldienste setzen. Andere wollen sich lieber nicht registrieren. So ist Paypal zwar ein bequemer Weg, um die Rechnung zu begleichen - doch der Kunde gibt seine Daten einem amerikanischen Unternehmen. Was mit diesen Daten genau passiert, kann kaum geprüft werden. Auch bei Sofortüberweisung geben Kunden ihre Bankdaten weiter. Kreditkartenzahlungen und der Kauf auf Rechnung sind häufig mit Zusatzkosten verbunden.

Den gesamten Test bekommen Sie gegen Gebühr unter www.test.de.