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BayernLB: Verwaltungsrat tagt und schweigt

Der Verwaltungsrat der BayernLB hat über die Umstrukturierung der schwer angeschlagenen Landesbank beraten. Nach dem Treffen am Samstag schwiegen die Beteiligten. Klar scheint dennoch: Es wird massive Einschnitte geben.

Der Verwaltungsrat der von der Finanzkrise schwer getroffenen BayernLB hat sich am Samstag mit der künftigen Aufstellung des Hauses beschäftigt. Erwartet wird, dass die Bank sowohl im In- als auch im Ausland Stellen abbauen wird. Wie viele Arbeitsplätze betroffen sein werden, war zuletzt aber unklar. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte von bis zu 10 Prozent der Stellen gesprochen. Die Bank beschäftigt insgesamt 19.000 Mitarbeiter, rund 5000 davon im Inland.

Auch das im Oktober angekündigte Sparprogramm in Höhe von 400 Millionen Euro bis 2011 dürfte informierten Kreisen zufolge angesichts der Schwierigkeiten erweitert werden. BayernLB-Chef Michael Kemmer hatte dies am Freitag auch schon angedeutet. "Die Finanzmarktkrise hat sich in den letzten Wochen nochmal massiv verschärft. Die BayernLB ist davon schärfer betroffen als wir alle noch in den vergangenen Wochen gedacht hatten", sagte er.

Die Staatsregierung hatte am Freitag ein Rettungspaket mit Finanzspritzen und Garantien von mehr als 30 Milliarden Euro für die Bank geschnürt. Dafür sollen auch Mittel aus dem Rettungsfonds des Bundes beantragt werden. Die Sparkassen werden sich allerdings nicht an der geplanten Unterstützung beteiligen. Ihr Anteil an der BayernLB soll dadurch deutlich zurückgehen. Bislang hielten Freistaat und Sparkassen jeweils die Hälfte der Anteile.

Ein Sprecher der Bank wollte sich am Samstag auf Anfrage nicht zu den Beratungen äußern. Er verwies auf eine am kommenden Montag geplante Pressekonferenz. Dem Verwaltungsrat gehören neben Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) unter anderem auch Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) und Bayerns Sparkassenpräsident Siegfried Naser an.

DPA / DPA