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Umstrittene Plattform Rechtes Netzwerk Parler feuert offenbar Chef John Matze

Nach Parler-Leak: Neue Videos vom Sturm auf das US-Kapitol aufgetaucht.
Sehen Sie im Video: Neue Videos von Kapitol-Erstürmung machen die Runde.






Neue Aufnahmen vom Sturm auf das US-Kapitol in Washington D. C. am 06. Januar 2021.


Die Videos zeigen die Ereignisse in der US-Hauptstadt aus Sicht von randalierenden Trump-Anhängern.


"USA! USA! USA! USA! USA!"


Die Clips stammen von der rechten, inzwischen nicht mehr erreichbaren, Social-Media-Plattform "Parler" und wurden von dort geleakt.


Eine Hackerin, bekannt unter dem Twitternamen „Donk_enby“, und Helfer sichern vor der Abschaltung der Plattform rund 56 Terabyte an Daten und veröffentlichen diese im Internet – darunter Millionen Videos und Fotos, teilweise mit anhängenden GPS-Daten, und bereits gelöschte Postings.


Parler war aufgrund von Gewalt-, Mord- und Bürgerkriegsaufrufen wenige Tage nach dem Sturm auf das Kapitol durch den Serverbetreiber Amazon vom Netz genommen worden.


Die geleakten Informationen gelten im Zusammenhang mit der Strafverfolgung rund um die Ereignisse in Washington D. C. als Goldgrube für das FBI.



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Die vor allem unter Rechtsextremen beliebte Plattform Parler kommt nicht zur Ruhe. Nachdem das Netzwerk zuletzt nahezu komplett offline ging, hat nun offenbar Chef John Matze seinen Posten verloren.

Der Chef des viel von Rechtsextremisten genutzten Onlinenetzwerks Parler ist laut einem Medienbericht entlassen worden. Der konservative US-Nachrichtensender Fox News zitierte am Mittwoch aus einem Memo des bisherigen Parler-Chefs John Matze, in dem er von seinem Rauswurf durch den Verwaltungsrat berichtete.

In den vergangenen Monaten habe er "ständigen Widerstand" gegen seine Vorstellungen vom Parler-Dienst und seinen "Glauben an die Meinungsfreiheit" erlebt, erklärte Matze demnach.

Parler: Heimat für Rechtsexterme

Parler war im Jahr 2018 gestartet und ist eine Heimat für Rechtsextremisten und andere stark rechtsgerichtete Gruppierungen. Seitdem Konzerne wie Facebook und Twitter aktiv gegen Falschmeldungen sowie rassistische und gewaltverherrlichende Inhalte vorgehen, hatte Parler verstärkten Zulauf bekommen.

Nach der Erstürmung des Kapitols in Washington durch militante Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump am 6. Januar hatten die Internetgiganten Amazon, Apple und Google ihre Verbindungen zu Parler gekappt.

mod AFP

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