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Verwaltungsrat: Google holt ehemaligen Ford-Chef Alan Mulally

Er war Manager von Boeing, führte dann Ford erfolgreich durch die Krise - jetzt wechselt Alan Mulally in den Verwaltungsrat von Google. Der Internetkonzern zeigt zunehmend Interesse am Autogeschäft.

Der Internetkonzern Google hat den früheren Chef des US-Autokonzerns Ford, Alan Mulally, in den Verwaltungsrat geholt. Mulally sei bereits am 9. Juli in das Gremium berufen worden, teilte Google in seinem Firmenblog mit.

Mulally bringe eine Fülle von Erfahrungen als Unternehmenschef und im Technologiebereich mit, betonte der Google-Chef Larry Page. Mulally erklärte, es sei ihm eine Ehre, dem Verwaltungsrat eines weltweit führenden Unternehmens zu dienen, "dessen Ziel es ist, unser Leben zu bereichern".

Für Google ist der Manager besonders wertvoll, weil das Internet zunehmend Einzug ins Auto hält. Im Mai hatte Google Pläne für ein selbstfahrendes Auto enthüllt. Dem Unternehmen zufolge hat der Wagen weder Lenkrad, noch Gas- oder Bremspedal.

Mulally führte Ford durch die Krise

Der 68-jährige Mulally gilt als einer der angesehensten Konzernlenker in den USA. Um den Jahreswechsel galt er als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Microsoft-Chef Steve Ballmer. Angesichts der Spekulationen stellte Mulally im Januar aber klar, dass er für den Posten nicht zur Verfügung stehe.

Mulally war von 2001 bis 2006 Chef der Verkehrsflugzeug-Sparte von Boeing, bevor er die Führung des damals angeschlagenen Autobauers Ford übernahm. Er päppelte den Konzern wieder auf, so dass dieser anders als die Rivalen General Motors und Chrysler die Wirtschaftskrise 2009 ohne Insolvenz überstand. Vor wenigen Wochen hörte Mulally an der Ford-Spitze auf.

kis/AFP/DPA / DPA