HOME

Voll daneben: "Lass dich von einem WM-Spieler schwängern" - Burger King zieht geschmacklose Aktion zurück

Die Fastfoodkette Burger King hat sich für eine geschmacklose Online-Kampagne entschuldigt. Darin wurden russische Frauen aufgefordert, sich von WM-Spielern schwängern zu lassen, um "die besten Fußballgene zu bekommen".

Whopper-Menü von Burger King

Whopper-Menü von Burger King

DPA

Als offiziellem Fifa-Sponsor ist Burgerbrater McDonald's die Werbeaufmerksamkeit bei der Fußball-WM in Russland gewiss. Doch auch Konkurrent Burger King würde natürlich gerne von der Strahlkraft des Events profitieren. In der Social Media-Abteilung der Fastfoodkette ist man in diesem Bemühen nun deutlich übers Ziel hinausgeschossen.

Auf der Plattform "VK", dem größten sozialen Netzwerk in Russland, schaltete Burger King Russland eine Werbeaktion, für die sich der Konzern schon kurz danach kleinlaut entschuldigen musste. In der am Dienstag veröffentlichten Kampagne wurden russische Frauen dazu aufgerufen, sich von einem bei der Weltmeisterschaft aktiven Spieler schwängern zu lassen, um "die besten Fußballgene zu bekommen" und den Erfolg des russischen Teams für Generationen zu sichern. Als Belohnung wurden drei Millionen russische Rubel (rund 40.000 Euro) sowie eine lebenslange Versorgung mit Whopper-Burgern versprochen.

Nicht der erste Fehltritt von Burger King in Russland

In der Konzernzentrale konnte man den sexistischen Humor der russischen PR-Abteilung nicht teilen. Die Anzeige wurde noch am Dienstag zurückgezogen, Screenshots davon kursieren aber immer noch im Netz. In einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AP sagte Burger King, dass das Angebot "nicht unsere Marke und unsere Werte repräsentiert und wir Schritte unternehmen, um sicherzugehen, dass so etwas nicht noch einmal passiert".

Die Lass-dich-für-Burger-schwängern-Kampagne ist nicht der erste schlimme Fehltritt der russischen PR-Abteilung von Burger King. Im vergangenen Jahr bewarb die Fastfoodkette ebenfalls im sozialen Netzwerk "VK" eine "Buy one burger, get one free"-Aktion mit dem stilisierten Bild eines minderjährigen Vergewaltigungsopfers, das kurz zuvor im Fernsehen aufgetreten war.

Sexismus zur WM ist allerdings nicht nur in Russland, sondern auch in Deutschland oder in der Schweiz ein Thema. 

bak mit DPA