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Rekord an der Börse Dax durchbricht erstmals 11.000-Punkte-Marke


Freitag der 13. ein Unglückstag? Nicht für den Dax! Der deutsche Leitindex hat zum ersten Mal die 11.000 Punkte-Hürde übersprungen. Der entscheidende Schub kam aus Griechenland und der Ukraine.

Die Hoffnung auf eine Lösung des griechischen Schuldenstreits und die Einigung auf eine Waffenruhe in der Ukraine haben den Dax erstmals in seiner 27-jährigen Geschichte über die Marke von 11.000 Punkten getrieben. Der deutsche Leitindex, der die 30 wichtigsten deutschen börsennotierten Unternehmen enthält, kletterte in der Spitze am Vormittag um 0,9 Prozent auf 11.013,85 Zähler. Der Dax war in den vergangenen Wochen bereits von einem Rekordhoch zum nächsten geeilt. Alleine seit Anfang Januar legte das Standardwertebarometer mehr als 17 Prozent zu.

Die Ergebnisse des Ukraine-Gipfels in Minsk und nicht abebbende Hoffnungen auf eine rechtzeitige Lösung für Griechenland hätten dem Dax den entscheidenden Schub für den großen Sprung gegeben, sagte Händler Markus Huber vom Londoner Wertpapierhändler Peregrine & Black. Die politische Unsicherheit habe die euphorische Börsenstimmung zuletzt noch etwas gedämpft und die Aufmerksamkeit der Anleger von dem sich verbessernden wirtschaftlichen Umfeld in der Eurozone abgelenkt. Am Morgen hätten frische Wirtschaftsdaten gezeigt, dass die deutsche Wirtschaft zum Jahresende hin wieder neue Fahrt aufgenommen hat.

"Die Notenbanken fluten die Kapitalmärkte weltweit mit billigem Geld. Zur Aktienanlage gibt es derzeit keine Alternative, so dass die Börsen von einem Rekord zum nächsten laufen", sagte Portfoliomanager Ludwig Donnert von Orca Capital mit Blick auf die Großwetterlage.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte Mitte Januar mit einer billionenschweren Geldspritze die Börsen euphorisiert und damit nochmal Treibstoff in die Kursrally geschüttet. Dabei ist die Bewertung des Dax laut Donnert immer noch relativ niedrig - sowohl historisch als auch im Vergleich zu den anderen Börsen. Insbesondere gelte dies aber relativ zu den Anleihemärkten.

Zuletzt war wieder Bewegung in die Gespräche zwischen Athen und den Euro-Partnern gekommen. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras vereinbarten am Donnerstag beim informellen EU-Gipfel in Brüssel Gespräche auf Arbeitsebene, um das nächste Treffen der Eurogruppe am Montag vorzubereiten.

mad/Reuters/DPA DPA Reuters

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