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Drogerie: Warum dm frische Lebensmittel verkauft - aber kein Supermarkt werden will

Die Drogeriekette dm tastet sich an den Verkauf von gekühlten Lebensmittel heran. Wettbewerber Budni hat schon TK-Truhen in den Filialen stehen und verkauft auch Eier und Milchprodukte.

In einer dm-Filiale

In dm-Filialen sollen bald frische Lebensmittel verkauft werden

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Die Drogeriekette dm will das Angebot an Lebensmitteln ausbauen. Neben Keksen, Nudeln und anderen trockenen Food-Produkten wagt sich die Kette nun an gekühlte Lebensmittel. Konkret plant die Drogeriekette, künftig frischen Babybrei zu verkaufen, berichtet die "Lebensmittelzeitung". 

Babybrei ist sicherlich nicht der große Umsatztreiber oder wird in großen Mengen umgesetzt. Doch für dm bietet sich das Produkt an, um Erfahrungen mit gekühlten Lebensmitteln zu sammeln. Denn bisher gibt es die bei dm nicht - daher verfügt die Kette auch nicht über die Logistik dafür. Der Babybrei-Hersteller Yamo wird für den Test die Gläschen passiv gekühlt per Paket in die Filialen schicken. Ein Konzept für die rund 2000 dm-Geschäfte in Deutschland kann das natürlich nicht sein. Sollte sich die Testphase als erfolgreich zeigen, braucht dm einen Dienstleister, der die Logistik von gekühlten Produkten übernimmt. 

Budni verkauft frische Lebensmittel, dm zieht nach

Dass Drogerien gekühlte Lebensmittel verkaufen, ist nicht neu. Die in Hamburg ansässige Kette Budni hat in ihren Filialen bereits Tiefkühltruhen stehen, in Kühlschränken bekommen Kunden Milchprodukte und vegane Lebensmittel. Der Drogerist Budni verkauft beispielsweise TK-Pizzas von Alnatura, Milchprodukte von Andechser oder der Biomolkerei Söbbeke. Laut "Lebensmittelzeitung" plant auch dm, künftig frische Wurst- und Molkereiprodukte zu verkaufen. Mit einem solchen Schritt würde dm das Sortiment deutlich stärker in Richtung Supermarkt verschieben. 

Doch dm will von dem Wandeln zum Supermarkt nichts wissen. Zwar müsse man von Situation zu Situation auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren. Aber: "Wir sind kein Supermarkt und wollen unser Profil nicht verwässern", stellt Sebastian Bayer, dm-Geschäftsführer Marketing und Beschaffung, gegenüber der "Lebensmittelzeitung" klar. Der Testlauf mit dem Babybrei soll drei bis sechs Monate dauern. Danach will dm entscheiden, ob das Produkt dauerhaft ins Sortiment genommen wird. 

kg