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Drogerie: Konkurrenz für dm, Rossmann und Co.: Amazon verkauft jetzt Drogerie-Eigenmarken

Das Onlinegeschäft wird immer wichtiger für die Drogerieketten dm und Rossmann. Nun bekommen sie einen mächtigen Konkurrenten: Amazon hat Eigenmarken an den Start gebracht. Klopapier, Haushaltsrollen und Babyartikel sind erst der Anfang.

Amazon bringt Eigenmarken auf den Markt

Amazon bringt Eigenmarken auf den Markt

Eigenmarken sind für Deutschlands Drogerieketten Umsatztreiber: Sie sind deutlich günstiger als Markenware - bieten aber oftmals ordentliche Qualität. Die Hausmarke Balea von dm lag in diesem Jahr sogar bei einem Ranking der vertrauenswürdigsten Marken vor Dove, Weleda, Florena, L'oréal oder Bebe. Doch nun bekommen Ketten wie dm, Rossmann, Müller oder Budni mächtige Konkurrenz.

Amazon ist mit seinen eigenen Hausmarken in Europa gestartet, berichtet die "Lebensmittelzeitung". Bislang gab es die Haushaltsprodukte nur in den USA. Dass nun die ersten Produkte auch in Europa zu haben sind, müssen die etablierten Händler als Kampfansage verstehen. Zu den ersten Marken gehört Presto! - unter diesem Namen vertreibt Amazon Haushaltsrollen und Toilettenpapier. Mit Mama Bear bietet der Onlinehändler Babyprodukte wie Windeln und Feuchttücher.

Amazon Eigenmarke Mama Bear

Mama Bear ist eine Eigenmarke von Amazon.

 

Eigenmarken von Amazon gestartet

Noch sind nur wenige Produkte in einigen Märkten, darunter Frankreich, Großbritannien und Deutschland, zu haben. Während in Großbritannien Artikel auch in geringen Mengen gekauft werden können, werden in Deutschland eher Großpackungen angeboten. Laut der "LZ" plant Amazon 70 hauseigene Artikel in die virtuellen Regale zu räumen. Haushalts- und Pflegeprodukte, Babybedarf, aber auch Tiernahrung hat der Händler dabei ins Auge gefasst. Preislich siedelt Amazon seine Waren so an, dass sie günstiger sind als namhafte Produkte, aber auch nicht so günstig wie Discounter. Die Botschaft ist deutlich: günstig, aber nicht billig.

Das Eigenmarkenfeld ist für Amazon noch Testgebiet. So gibt es in den USA bereits Hausmarken im Snack- und Foodbereich, darunter Kaffee, Gewürze, Fertigessen, aber auch Nahrungsergänzung. Nun nimmt der milliardenschwere Händler auch das Drogeriesegment ins Visier. Ein lohnender und immer noch stabil wachsender Markt. So schmiedete Edeka mit der Hamburger Drogeriekette Budni eine Allianz, um stärker in dem Bereich wachsen zu können. Rossmann und Amazon waren jüngst ebenfalls eine Zusammenarbeit eingegangen. Der Drogeriehändler vertreibt seine Produkte nun über Amazon. Zudem gab vor wenigen Tagen einer der Zalando-Chefs bekannt, dass der Kleidungshändler auch den Beauty-und Haarpflegebereich ins Sortiment aufnehmen wolle. 


kg