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ENERGIEMARKT: E.ON will übrigen Ruhrgas-Anteil für 4,1 Mrd Euro kaufen

Der Energiekonzern E.ON will von ExxonMobil, Shell und Preussag deren Ruhrgas-Anteile von zusammen 40 Prozent übernehmen und damit Ruhrgas vollständig in seinen Besitz bringen.

Mit den drei Firmen sind Vereinbarungen für den Erwerb für zusammen 4,1 Milliarden Euro getroffen worden, teilte E.ON am Mittwochabend mit. E.ON plant bereits den Kauf von 60 Prozent der Ruhrgas-Anteile, die von den Firmen Gelsenberg und Bergemann gehalten werden. Das Bundeskartellamt hat dies aber untersagt. E.ON beantragte daraufhin beim Bundeswirtschaftsministerium eine Ministererlaubnis, mit der das Veto des Kartellamts überstimmt werden könnte. Die Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet. E.ON will mit der Übernahme der Ruhrgas zu einem der größten Gasunternehmen Europas aufsteigen.

Nur mehrheitlicher Einstieg sinnvoll

E.ON ließ durchblicken, dass der tatsächliche Kauf der Ruhrgas-Anteile von Exxon, Shell und Preussag davon abhängt, ob E.ON die Erlaubnis zum mehrheitlichen Einstieg bei Ruhrgas erhält. Der Erwerb der 40 Prozent sei zwar nicht Gegenstand des laufenden Ministerverfahrens, mittelbar aber von einer positiven Entscheidung des Ministeriums für eine Mehrheitsübernahme bei Ruhrgas abhängig, sagte ein Sprecher. Auch Shell, die 14,75 Prozent an Ruhrgas hält, wies auf den vorbehaltlichen Charakter der Vereinbarung hin: »Bevor der Vertrag Gültigkeit erhält, müssen noch einige Voraussetzungen erfüllt sein«, hieß es.

Noch kein Hinweis auf Entscheidung

E.ON habe trotz der jetzt bekannt gegebenen Vereinbarung mit Exxon, Shell und Preussag aber noch keine Hinweise auf den Ausgang der Entscheidung des Ministeriums, sagte der E.ON-Sprecher. Auch deutet die Bekanntgabe nicht an, in welche Richtung die Entscheidung gehen könnte. Aus Kreisen des E.ON-Aufsichtsrats hieß es am Mittwochabend, dass die Gespräche zwischen dem Unternehmen und dem Ministerium abgeschlossen sind. Möglicherweise wirde es dazu am Freitag eine Mitteilung geben.