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FORBES-LISTE: Kurseinbrüche kosten Reiche Milliarden

Amerikas Reiche sind ärmer geworden, besitzen aber immer noch unvorstellbar viel Geld: Das ist die Bilanz des US-Magazins »Forbes«, das jedes Jahr eine Liste der 400 reichsten US-Bürger erstellt.

Amerikas Reiche sind ärmer geworden, besitzen aber immer noch unvorstellbar viel Geld: Das ist die Bilanz des US-Magazins »Forbes«, das jedes Jahr eine Liste der 400 reichsten US-Bürger erstellt. Die am Freitag in New York veröffentlichte Liste hat mit Microsoft-Gründer Bill Gates einen alten Bekannten an der Spitze, der im Vergleich zum Vorjahr aber einen Verlust von elf Milliarden Dollar hinnehmen musste und noch über ein Nettovermögen von 43 Milliarden Dollar verfügt. Die Vermögenssumme der 400 reichsten Amerikaner ging das zweite Jahr in Folge zurück - insgesamt wurde in 20 Jahren nur vier Mal ein Verlust festgestellt.

Allein Gates verlor 11 Milliarden Dollar

Summierte sich das Vermögen der 400 Superreichen im Jahr 2000 noch auf 1,2 Billionen Dollar, waren es im vergangenen Jahr nur noch 946 Milliarden und in diesem Jahr 872 Milliarden Dollar. Mit Gates mussten wegen dem Wertverlust ihrer Aktienpakete auch Microsoft-Mitgründer Paul Allen und Microsoft-Chef Steve Ballmer Milliarden abschreiben: Allen blieb 7,2 Milliarden Dollar »leichter« mit 21 Milliarden auf dem zweiten und Ballmer 3,2 Milliarden ärmer mit 11,9 Milliarden auf dem zehnten Platz.

Buffett ist einer der wenigen Gewinner

Einer der wenigen Milliardäre, die reicher wurden, ist Investor Warren Buffett. Sein Vermögen stieg von 33,2 auf 36 Milliarden Dollar und brachte ihm erneut den zweiten Platz hinter Gates ein. Fünf Erben des Kaufhausketten-Gründers Sam Walton belegten den vierten Platz, dank konsumfreudiger Verbraucher mit einem Zuwachs von 17,5 auf 18,8 Milliarden Dollar. Oracle-Chef Larry Ellison, 2000 noch zweiter und im vergangenen Jahr vierter, wurde mit 15,2 Milliarden Dollar auf den neunten Platz durchgereicht. Sein Verlust: 6,7 Milliarden Dollar.

In der Liste der Reichsten der Welt lagen die deutschen Aldi- Brüder Karl und Theo Albrecht mit 26,8 Milliarden Dollar hinter Gates und Buffett auf Platz drei.

Angesichts der Verluste senkte »Forbes« die Schwelle, die in den Club der 400 Superreichen führt: In diesem Jahr ist man schon mit 550 Millionen Dollar netto dabei. Im vergangenen Jahr mussten es noch 600 Millionen Dollar sein.