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Berechnungen der EU-Kommission: Griechenland droht Anfang April die Pleite

Noch zwei Wochen bleibt Athen, um die Reformliste mit den Geldgebern abzustimmen - danach geht Griechenland das Geld aus. Das zeigen nun interne EU-Berechnungen.

Noch rund wzei Wochen bleiben die Griechen, um sich mit den Geldgebern über Reformen zu verständigen.

Noch rund wzei Wochen bleiben die Griechen, um sich mit den Geldgebern über Reformen zu verständigen.

Die Zeit wird knapp: Bis zum 8. April müssen sich die Griechen mit ihren Gläubigern auf Reformschritte einigen. Dann geht Athen das Geld aus. Die EU-Kommission geht allerdings davon aus, dass die Regierung von Ministerpräsidenten Alexis Tsipras Ende diesen Monats noch Löhne und Gehälter zahlen kann, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf Diplomaten.

Tsipras bleiben also noch zwei Wochen Zeit, um eine vollständige Reformliste vorzulegen und mit den Gläubigern abzustimmen. Erst danach wird die letzte noch ausstehende Kredittranche von 7,2 Milliarden Euro ausgezahlt. Am Freitag hatte Tsipras angekündigt, diese Liste in "den nächsten Tagen" einzureichen.

Situation ist "kritisch"

Ab der kommenden Wochen sollen auch wieder Experten der EU in den griechischen Ministerien arbeiten und Bücher prüfen. Ab dem 9. April muss Athen einen Kreditanteil über 467 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Zudem muss das Land Mitte April kurzfristige Staatsanleihen über 2,4 Milliarden Euro refinanzieren. Daher gilt die finanzielle Situation der Griechen derzeit in der EU als "kritisch" berichtet die "F.A.S.".

Tsipras trifft Merkel

Im Linksbündnis Syriza, das mit teuren Wahlversprechen gepunktet hatte, ist Tsipras' Kurs umstritten. Am Mittwoch war der bisherige Chefökonom John Milios von seinem Posten im Politsekretariat abgelöst worden. Nach der Vereinbarung zwischen Griechenland und der Eurogruppe am 20. Februar hatte Milios die Regierung scharf kritisiert. Damals war eine viermonatige Verlängerung des Hilfsprogramms vereinbart worden. Griechenland musste sich im Gegenzug zu weiteren Sparanstrengungen und Reformen verpflichten.

Tsipras trifft sich am Montag mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Der Syriza-Politiker spricht zudem mit der Partei- und Fraktionsspitze der Linken.

kg mit Agenturen