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Ifo-Geschäftsklimaindex: Rezessionsangst verdirbt deutscher Wirtschaft die Laune

Schuldenkrise und weltweite Konjunktursorgen verderben der deutschen Wirtschaft zunehmend die Laune. Bereits zum vierten Mal in Folge sank der wichtige Ifo-Index.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft trübt sich immer weiter ein. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank von 103,2 Punkten im Juli auf 102,3 Punkte im August, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag mitteilte. Der Index fiel damit zum vierten Mal in Folge.

"Die deutsche Konjunktur schwächt sich weiter ab", erklärte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die Unternehmen zeigten sich vor allem "verstärkt pessimistisch" beim Blick auf ihre Geschäftsentwicklung.

Der Geschäftsklimaindex beruht auf der Befragung von 7000 Unternehmen und gilt als wichtiges Indiz für die weitere Konjunkturentwicklung in Deutschland. Die Unternehmen bewerteten im August sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate schlechter. Der Teilindex für die Lage fiel leicht von 111,5 Punkten auf 111,2 Punkte. Der Teilindex für die Geschäftserwartungen sank von 95,5 Punkten auf 94,2 Punkte.

Im verarbeitenden Gewerbe hellte sich das Geschäftsklima nach drei Rückgängen in Folge wieder auf. Grund dafür war die leichte Erholung bei der Lageeinschätzung durch die Unternehmen. Allerdings trübten sich die Geschäftserwartungen weiter ein. Erstmals seit fast drei Jahren seien auch die Erwartungen an das Exportgeschäft "überwiegend leicht negativ", erklärte Sinn. Sowohl im Einzelhandel als auch im Großhandel kühlte sich das Geschäftsklima stark ab. Im Bauhauptgewerbe verschlechterte sich die Stimmung leicht.

AFP/DPA / DPA