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Jagd nach Steuersündern: CD beschert Credit Suisse Großrazzia

Kleine Scheibe, große Wirkung: Die CD mit Daten über Steuersünder, die das Land Nordrhein-Westfalen vor einiger Zeit gekauft hat, bringt jetzt Credit Suisse in Bedrängnis. Steuerfahnder durchsuchten Räume der Bank in ganz Deutschland.

Auf der Jagd nach Steuersündern haben Fahnder am Mittwoch in 13 deutschen Städten Geschäftsräume von Credit Suisse durchsucht. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf mit. 140 Polizisten und Steuerfahnder waren im Einsatz. Auslöser der Ermittlungen sind die illegal beschafften Daten über Steuersünder auf einer CD, die das Land Nordrhein-Westfalen vor Monaten gekauft hatte.

Der Durchsuchungsbeschluss des Düsseldorfer Amtsgerichts wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung richte sich gegen unbekannte Mitarbeiter der Bank, teilte die Behörde mit. Sie sollen 1100 Kunden geholfen haben, Geld am Fiskus vorbeizuschlausen Credit Suisse bestätigte die Durchsuchungen und betonte, man arbeite mit den zuständigen Behörden zusammen.

Die CD enthält Angaben über Deutsche, die ihr Vermögen in der Schweiz vor den heimischen Finanzämtern verborgen haben. Offiziell nicht bestätigt wurden Berichte, dass dafür 2,5 Millionen Euro an den Anbieter geflossen seien. Die Sichtung der Daten führte zu mehr als 1000 Ermittlungsverfahren. Tausende Steuerpflichtige haben sich selbst angezeigt, um einer Strafe zu entgehen. Inzwischen hat NRW einen zweiten Datenträger mit Details über Steuersünder angekauft.

DPA / DPA