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Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft erholt sich

Deutschland kann nach Ansicht der Konjunkturforscher des DIW Berlin bereits Ende nächsten Jahres zur alten Wirtschaftsstärke zurückkehren. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet in seiner am Donnerstag veröffentlichten Prognose für 2010 und 2011 mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt von jeweils rund zwei Prozent.

Deutschland kann nach Ansicht der Konjunkturforscher des DIW Berlin bereits Ende nächsten Jahres zur alten Wirtschaftsstärke zurückkehren. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet in seiner am Donnerstag veröffentlichten Prognose für 2010 und 2011 mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt von jeweils rund zwei Prozent. Gegen Ende 2011 werde somit das Vorkrisenniveau von Mitte 2008 wieder erreicht. Damit sind die Berliner Forscher optimistischer als viele andere Experten, die erst für 2012 oder 2013 damit rechnen.

Die deutsche Volkswirtschaft hat laut DIW seit dem zweiten Quartal 2009 bereits gut ein Fünftel des vorangegangenen Produktionsausfalls aufgeholt. Der Arbeitsmarkt werde die Folgen der Krise aber noch stärker zu spüren bekommen: Die Zahl der Arbeitslosen wird nach der Prognose des DIW im kommenden Jahr auf voraussichtlich mehr als vier Millionen steigen. Die schwere Wirtschaftskrise halten die Berliner Forscher daher trotz der wirtschaftlichen Aufholjagd noch nicht für ausgestanden: "An den Folgen werden wir noch lange zu tragen haben," warnte DIW-Präsident Klaus Zimmermann.

Nach Auffassung der DIW-Experten wird die Konjunktur hierzulande vor allem von der Nachfrage im Inland gestützt. Für die Exporte sei zumindest für 2010 nur mit einer schwachen Entwicklung zu rechnen. "Tatsächlich dürfte Deutschland nicht in gewohntem Maße von der Erholung des Welthandels profitieren - die Dynamik der Exporte wird bis Ende 2010 schwächer sein als die des Welthandels", sagte DIW-Konjunkturexperte Christian Dreger. Grund dafür sei die Spezialisierung der deutschen Exporte auf Maschinen und andere Investitionsgüter, für die derzeit nur geringe Nachfrage bestehe. Erst 2011 dürfte die deutsche Ausfuhr wieder im Gleichklang mit dem Welthandel wachsen.

Die staatliche Neuverschuldung werde 2010 und 2011 insgesamt rund 240 Milliarden Euro betragen. Für weitere Steuersenkungen sieht das DIW keinen Spielraum. So würden die Einnahmen des Staates aus Steuern, Sozialbeiträgen und sonstigen Abgaben bis 2011 auch ohne weitere Steuersenkungen bis 2011 auf 42,5 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung sinken. Dies sei der niedrigste Wert seit 2001, teilte das Institut weiter mit.

Reuters / Reuters
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