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Kürzungen bei Microsoft Sparten von Nokia und Xbox werden gekappt

Am Donnerstag kündigte Microsoft an, insgesamt 18.000 Jobs zu streichen. Jetzt wird klarer, welche Bereiche von den Kürzungen betroffen sein werden. Sparten von Nokia und Xbox sind betroffen.

Den Stellenstreichungen bei Microsoft fallen auch eine Handyreihe von Nokia und die Videoproduktion für die Spielekonsole XBox zum Opfer. Im Zuge der Entlassungen wird die Smartphone-Reihe Nokia X eingestellt. Die bestehenden Geräte sollen weiter verkauft werden, erklärte Microsoft-Gerätechef Stephen Elop in einer Nachricht an Mitarbeiter. Doch es sollen keine neuen Handys der Reihe auf den Markt gebracht werden.

Nokias Gerätesparte gehört seit April 2014 zu Microsoft, damit kehrte auch der damalige Nokia-Chef Elop als Manager zu Microsoft zurück. Nun sollen dort 12.500 Stellen gestrichen werden, konzernweit will Microsoft 18.000 Jobs einsparen.

Nokia X läuft auf Basis des Betriebssystems Android, allerdings in einer eigenen Variante ohne Dienste von Google. Die meisten Nokia-Geräte, wie die Lumia-Reihe, benutzen dagegen schon seit Jahren das Microsoft-System Windows Phone. Einige geplante Nokia-X-Geräte sollen auf Basis von Windows Phone weiterentwickelt werden, kündigte Elop an.

Von Erfolg in Smartphone-Markt abhängig

"Microsoft wird alle Ressourcen nun auf Lumia fokussieren", sagte Gartner-Analystin Annette Zimmermann. Microsoft will günstigere Smartphones herstellen, um seinen darbenden Marktanteil aufzupäppeln. "Wir erwarten, dass Microsoft bis spätestens Ende 2014 ein Lumia für ca. 100 Dollar verkaufen wird", sagte Zimmermann.

Für Microsoft hängt viel am Erfolg im Smartphone-Markt. Könne die Firma dort nicht erfolgreich sein, "werden sie das generelle Geräte-Business verlieren, denn das Smartphone ist das Gerät, was am meisten zählt", so Zimmermanns Einschätzung.

Auch das XBox Entertainment Studio soll geschlossen werden, berichtete das gewöhnlich gut informierte Technologie-Blog Recode. Das Studio war gestartet worden, um Unterhaltungsvideos exklusiv für die Spielekonsole XBox produzieren. Die XBox selbst wichtiger Teil der Microsoft-Strategie bleiben, kündigte CEO Satya Nadella am Donnerstag in seiner Nachricht an die Mitarbeiter an.

DPA DPA

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