HOME

Markenschutz: Hüter von Persil und Jägermeister

Seit fünf Jahren lagern in Jena 700.000 braune Hängemappen, in denen festgehalten wird, dass nur Henkel seine Produkte Persil nennen darf und niemand ungestraft das Jägermeister-Hirschgeweih kopieren kann.

Die Grundlagen der modernen Konsumgesellschaft lagern in 120 hellgrünen Roll-Regalen aus gelöchertem Metall. Akten in mehr als 700.000 braunen Hängemappen dokumentieren etwa, dass nur Henkel seine Produkte Persil nennen und niemand das Jägermeister-Hirschgeweih ungestraft kopieren darf. Gestapelt würden die Akten einen zehn Kilometer hohen Turm ergeben. Auf einem Papier wird das geschützte Telekom-Pink "Magenta" genau beschrieben, auf einem anderen die Töne des Jingles von Chiphersteller Intel.

Umzug von Berlin

Vor genau fünf Jahren kamen die Mappen von Berlin nach Jena. Die Föderalismuskommission hatte 1992 entschieden, die Berliner Außenstelle des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) nach Thüringen zu verlagern. "Der Technologiestandort Jena mit erfindungsreichen Konzernen wie Zeiss und Jenoptik passte gut als neues Zuhause", sagt der Herr über die Papierberge, Markus Ortlieb.

Guter Name ist enorm wertvoll

"Die Bedeutung der Marken hat in den vergangenen 30 Jahren stark zugenommen", sagt der Jenaer Betriebswirtschafts-Professor Roland Helm. "Es gibt immer mehr Produkte, die sich von ihrer Qualität her kaum noch unterscheiden." Die Marke werde da zunehmend zum Kaufkriterium. Wie viel Wert Unternehmen den Marken zusprechen, zeige sich etwa bei Unternehmenskäufen. "Nicht die Produktionsanlagen, sondern die Marken waren der entscheidende Grund für die gigantischen Preise bei der Übernahme von Jaguar durch Ford oder von Jacobs Suchard durch Philip Morris." Der Wert der größten Marke weltweit, Coca Cola, wird auf rund 70 Milliarden Euro geschätzt, die teuerste deutsche Marke ist Mercedes mit 21 Milliarden Euro.

235 Mitarbeiter kümmern sich um den Schutz

Im Boom der neunziger Jahre schnellte mit den Werbeausgaben auch die Zahl der Marken-Anmeldungen empor. "Sie verdoppelte sich in nur sechs Jahren auf rund 90.000 Anträge", sagt Ortlieb. Seine 235 Mitarbeiter kümmern sich deutschlandweit um die Markenverwaltung. Sie werden tätig, wenn etwa der Schutz des Mercedes-Sterns oder der Wort-Marke Aspirin verlängert, umgeschrieben oder gelöscht werden soll. Für die so genannten Geschmacksmuster, also das Design von Produkten, prüfen sie die Eintragungsvoraussetzungen.

Spatenbräu die drittälteste Marke

In vergilbten, ledergebundenen Bänden sind die ältesten "lebenden" Marken notiert. Das Münchner Spatenbräu steht an Stelle drei der 1894 begonnenen Markenregistrierung, die Mineralwassermarke Apollinaris auf 113. "Getränke- und Tabakhersteller waren die Marken-Pioniere", sagt Ortlieb. Heute komme keine Branche mehr ohne Marken aus.

Etliche Kuriositäten

Über kuriose Marken und Patente führt Jürgen Zimdars vom Technischen Informationszentrum Berlin Buch. "Ein CDU-Politiker hat den zweiten Teil von Klaus Wowereits Spruch 'Ich bin schwul, und das ist gut so' als Marke angemeldet." Mit dem Teilzitat des Wahlkampfspruchs von Berlins Regierendem Bürgermeister dürfe er nun Spirituosen vermarkten. Patente gab es für einen Wecker, der nur bei schönem Wetter klingelt oder eine Fahrrad-Diebstahlsicherung mit einem herausschnalzendem Dorn im Sattel.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(