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Millionen-Schulden: Schickedanz verkauft offenbar St.-Moritz-Villen

Ausverkauf bei Madeleine Schickedanz. Die Quelle-Erbin muss wegen der Arcandor-Pleite 200 Millionen Euro Schulden begleichen. Angeblich hat sie nun damit begonnen, die ersten ihrer elf beliehenen Villen zu veräußern.

Die ehemalige Großaktionärin des Handelskonzerns Arcandor, Madeleine Schickedanz, hat einem Pressbericht zufolge kurz vor Jahresende zwei ihrer Villen in St. Moritz verkauft. Wie die "Bild am Sonntag" (BamS) unter Berufung auf einen Vertrauten der Quelle-Erbin berichtet, ging die Villa Müstaila für umgerechnet 37 Millionen Euro an die Slowenin Mirka Horvat, Chefin der Immobiliengesellschaft Horvista AG. Die andere Immobilie erwarb demnach der deutsche Bankier Philip Mallinckrodt, Verwaltungsratspräsident der Schweizer Privatbank Schroder & Co, für umgerechnet zehn Millionen Euro.

Auch das Elternhaus ist beliehen

Der Verkauf der beiden Häuser gilt laut "BamS" als zweitgrößter Immobiliendeal in der Geschichte von St. Moritz, das zu den zehn teuersten Wohnorten der Welt zählt. Die einstige Milliardärin wolle damit ihre Darlehensschuld von geschätzt 200 Millionen Euro bei der Bank Sal. Oppenheim reduzieren. Das Darlehen, das sie für den vergeblichen Versuch der Rettung des Arcandor-Konzerns, zu dem auch Quelle gehörte, aufgenommen hatte, ist mit insgesamt elf wertvollen Immobilien gesichert. Dazu gehört auch Schickedanz' Elternhaus im fränkischen Hersbruck.

Der Vertraute sagte der "BamS", Schickedanz hoffe, durch die Veräußerung der verbliebenen neun Immobilien zu einem "marktgerechten Preis" in diesem Jahr "zu einer gütlichen Einigung" mit der Bank Sal. Oppenheim zu kommen.

AFP/DPA / DPA