VG-Wort Pixel

Mindesthaltbarkeitsdatum Verbraucherministerium plant keine Änderung


Das Mindesthaltbarkeitsdatum bleibt - zumindest, wenn es nach Ilse Aigner geht. Vorschläge für eine veränderte Kennzeichnung der Lebensdauer von Lebensmitteln hat die Verbraucherministerin am Dienstag zurückgewiesen.

Das Bundesverbraucherministerium plant eigenen Angaben zufolge keine Änderung beim Mindesthaltbarkeitsdatum. "Auch eine Abschaffung steht für uns nicht zur Diskussion", sagte der Sprecher von Ministerin Ilse Aigner (CSU) am Dienstag in Berlin. Hintergrund sind Berichte über Vorschläge aus der schwarz-gelben Koalition, zur Eindämmung der Mengen weggeworfener Lebensmittel eine andere Formulierung oder Regelung zu finden. Die Vorschriften zum Mindesthaltbarkeitsdatum und zum Verbrauchsdatum seien auf EU-Ebene einheitlich geregelt.

In der "Saarbrücker Zeitung" hatte der Vorsitzende des Ernährungsausschuss des Bundestages, Hans-Michael Goldmann, eine Umbenennung des Hinweises angeregt und auf den englischen Verzehr-Hinweis "best before ..." ("am besten vor dem ...") verwiesen.

Das Ministerium sehe jedoch Aufklärungsbedarf bei Herstellern, Handel und Verbrauchern zum richtigen Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum, da oft bereits mit oder sogar vor Ablauf des Datums Lebensmittel weggeworfen werden, sagte der Sprecher. Hinweise, auch zur Rolle des Mindesthaltbarkeitsdatums vor dem Hintergrund von jährlich 6,5 bis 20 Millionen Tonnen weggeworfener Lebensmittel in Deutschland, erwartet das Ministerium von einer nationalen Wegwerfstudie. Mit Ergebnissen wird 2012 gerechnet.

jwi/DPA/AFP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker