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Nach Ehec-Epidemie Biohof in Bienenbüttel darf wieder Sprossen produzieren


Der Ehec-Spuk scheint vorüber: Der als Ursprung der Epidemie ausgemachte Biohof im niedersächsischen Bienenbüttel darf wieder produzieren. Sämtliche Bockshornkleesamen wurden entfernt, alle Tests verliefen negativ.

Der im Zuge der Ehec-Epidemie gesperrte Biohof im niedersächsischen Bienenbüttel darf wieder produzieren. Der Landkreis Uelzen werde die Sperrung noch am Donnerstag wieder aufheben, teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover mit. Alle Tests seien negativ Verlaufen, es gebe keinen Grund mehr, dass der Hof weiter gesperrt bleibe.

Als wahrscheinlicher Auslöser der Ehec-Ausbrüche in Deutschland und Frankreich gilt ägyptischer Bockshornkleesamen. Er war nach Angaben des Ministeriums auch an den Hof in Bienenbüttel geliefert worden. Wegen einer dichten Indizienkette war der Hof in der Lüneburger Heide als Ursprung der Epidemie in Deutschland ausgemacht worden.

Alle Vorräte von Bockshornkleesamen seien aus dem Betrieb entfernt, teilte das Ministerium mit. Dies entspreche einem Beschluss der Europäischen Union. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sei auch zu dem Schluss gekommen, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit angelieferter Samen in die Sprossenproduktion des Betriebes eingetragen wurde.

Hofbetreiber erwog Klage

Der Betreiber des Hofes hatte am vergangenen Freitag erklärt, gegen das verhängte Handelsverbot möglicherweise Klage einreichen zu wollen. Die von den Behörden verhängten Maßnahmen kämen einer faktischen dauerhaften Betriebsstilllegung gleich und seien mit enormen wirtschaftlichen Verlusten bis hin zur Insolvenzgefährdung verbunden, hatte er betont.

An dem Darmkeim sind in Deutschland rund 50 Menschen gestorben.

swd/DPA DPA

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