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PCB-Fund auf niedersächsischem Biohof Vorsicht vor Eiern mit Code 0 - DE-0357911


Erneut sind Eier entdeckt worden, die mit dem Gift PCB verunreinigt sind. Sie stammen von einem Biohof in Niedersachsen und wurden in mehrere Bundesländer verkauft sowie in die Niederlande.

Die giftbelasteten Eier aus einem Biohof in Niedersachsen sind offenbar in mehrere deutsche Bundesländer sowie die Niederlande geliefert worden. Wie ein Sprecher des Agrarministeriums in Hannover sagte, müssten die Lieferwege an Zwischenhändler und Endabnehmer noch im Einzelnen untersucht werden. Ein Discounter mit Sitz in Bayern hatte bei einer Kontrolle seiner Ware die Belastung der Eier mit nicht-dioxinähnlichen PCB entdeckt. Nach Bayern selber sei diese Ware aber nicht geliefert worden, sagte eine Sprecherin des bayerischen Landesamtes für Verbraucherschutz.

Die Eier stammen von einem Bio-Freilandbetrieb mit 18.000 Legehennen im Kreis Oldenburg, teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover mit. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr durch den Verzehr der belasteten Eier bestehe aber nicht.

Betroffen sind Eier mit dem Code 0 - DE-0357911

Unmittelbar nach der Entdeckung wurde angeordnet, dass alle Eier von dem Hof im Oldenburger Land zunächst nicht in den Verkauf gelangen dürfen. Aus verschiedenen Abteilungen des Betriebs wurden Proben genommen. Mit Ergebnissen ist nächste Woche zu rechnen.

Da nicht ausgeschlossen werden könne, dass Verbraucher noch zu Hause belastete Eier im Kühlschrank haben, veröffentlichte das Ministerium auch den Erzeugercode. Betroffen sind demnach Eier mit dem Code 0 - DE-0357911.

Erst vor kurzem hatten Funde von Giftstoffen in Eiern in Niedersachsen für Unruhe gesorgt. Dort konzentrierten die Behörden ihre Ursachensuche zuletzt auf den Boden von drei Höfen. Nachdem Stichproben dort erhöhte Werte ergeben hatten, wurden die Auslaufflächen der Hühner systematisch untersucht.

PCB sind seit 1989 verboten

Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind ähnlich aufgebaut wie Dioxine. Die insgesamt 209 PCB sind unterschiedlich giftig. Zwölf davon werden als dioxinähnliche-PCB bezeichnet, da sie diesen von ihrer Struktur her besonders nah sind. In Deutschland sind PCB nach Angaben des Umweltbundesamtes seit 1989 verboten, ihre Entsorgung sei jedoch weltweit ein Problem.

Eine akute PCB-Vergiftung ist selten. Längerfristig können sie ähnliche Erkrankungen auslösen wie Dioxine, führen in der Regel jedoch zu schwächeren Symptomen. Zu den Vergiftungssymptomen von Dioxinen zählen Chlorakne, Verdauungs- und Nervenstörungen sowie Gelenkschmerzen. Das Krebsrisiko von Dioxinen ist umstritten.

nik/DPA/AFP DPA

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