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Opel-Übernahme: Widerstand gegen Fiat-Offerte wächst

Die mögliche Übernahme des angeschlagenen Autobauers Opel durch den italienischen Fiat-Konzern stößt nicht nur bei Betriebsrat und Gewerkschaften auf Widerstand. Auch die Opel-Händler wollen den Deal abwenden.

Der geplante Einstieg des Fiat-Konzerns beim deutschen Konkurrenten Opel trifft auf zunehmenden Widerstand: Nach Betriebsrat und IG Metall wandten sich am Freitag auch die deutschen Opel-Händler gegen eine Übernahme durch den italienischen Konzern.

Der Sprecher des Verbands deutscher Opel-Händler, Thomas Bieling, sagte "Focus Online", die Händler seien weiter bereit, bis zu 20 Prozent von Opel zu übernehmen. Eine gemeinsame Beteiligung mit Fiat schloss er aber aus: "Ich kann mir keine Kooperation vorstellen. Dafür fehlt das Vertrauen."

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) betonte, zur Zukunft von Opel sei noch nichts entschieden. Die Bundesregierung werde mit jedem ernsthaften Interessenten sprechen, sagte er im ZDF. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm verwies darauf, dass die Bundesregierung bereit ist, einen neuen Opel-Investor über staatliche Garantien und Bürgschaften abzusichern. Dabei müssten Wirtschaftskraft, Substanz und technologisches Können von Opel aber erhalten bleiben. Unterdessen schickt der Opel-Mutterkonzern General Motors wegen der Absatzkrise in den USA mehr als 26.000 Arbeiter in Zwangsurlaub. Der Automobilkonzern wird 13 Betriebe in den USA und Mexiko im Zeitraum zwischen Mai und Juli stilllegen. Die Dauer ist von Werk zu Werk unterschiedlich und reicht von drei bis elf Wochen. Beabsichtigt ist auf diese Weise eine Kürzung der Produktion um 190.000 Fahrzeuge

AP / AP