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Rekordbuße wegen Zinsmanipulation Banken müssen Milliardenstrafe zahlen


Die EU-Kommission bestraft sechs Banken wegen der Manipulation von Zinssätzen und verdonnert sie zu Geldbußen von insgesamt 1,7 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank muss am meisten zahlen.

Im Skandal um die Manipulation international bedeutsamer Zinssätze hat die Europäische Union eine Rekordstrafe gegen insgesamt acht internationale Großbanken verhängt. Die Institute müssten insgesamt 1,71 Milliarden Euro für die Beteiligung an illegalen Kartellen auf den Märkten für Finanzprodukte zahlen, die an die Zinssätze gekoppelt seien, teilte die Europäische Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Die Deutsche Bank trägt mit einer Geldstrafe von rund 725 Millionen Euro die mit Abstand höchste Summe.

Neben der Deutschen Bank entfallen auch auf die Royal Bank of Scotland, die französische Société Générale, die US-Bank JPMorgan und die Citigroup hohe Millionenstrafen, wie aus der Mitteilung der Kommission hervorgeht. Die Société Générale muss demnach knapp 446 Millionen Euro zahlen, die Royal Bank of Scotland 391 Millionen Euro. Es handelt sich um eine Rekordstrafe der EU gegen Kartelle.

Doch die Deutsche Bank hat bereits vorgesorgt. Die Strafe von gut 725 Millionen Euro sei weitestgehend in den existierenden Rückstellungen der Bank für Rechtsstreitigkeiten enthalten, teilte das Geldhaus am Mittwoch mit. Es seien keine zusätzlichen Rückstellungen erforderlich. Die Beilegung des Rechtsstreits sei ein wichtiger Schritt in den Bemühungen der Deutschen Bank, Altlasten zu bereinigen, erklärten die Co-Vorstandschefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain. "Wir werden alles tun um sicherzustellen, dass sich diese Art von Fehlverhalten nicht wiederholt."

vim/AFP/Reuters Reuters

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